Italienisches Paar darf Sohn nicht Freitag nennen
Aktualisiert

Italienisches Paar darf Sohn nicht Freitag nennen

Ein italienisches Gericht hat es einem Paar verboten, seinen Sohn Venerdi - Freitag - zu nennen. Der Richter befand, der Junge würde mit dem Namen zur Lachnummer und taufte ihn um.

Der aus dem Roman «Robinson Crusoe» entlehnte Name erinnere dem Gericht zufolge an einen Wilden, lasse damit den Eindruck der Unterlegenheit entstehen und garantiere dem Jungen deshalb nicht seine Würde, teilte die Anwältin des Paares, Paola Rossi mit.

Der Sohn wurde am 3. September vergangenen Jahres - einem Sonntag - in Genua geboren. «Sie wollten einen ungewöhnlichen Namen, etwas Originelles, und sie sehen das nicht als einen schändlichen Namen», erklärte die Anwältin.

Das Gericht in Genua befand aber, dass ein Kind namens Venerdi zur Lachnummer seiner Gruppe werde und keine normalen zwischenmenschlichen Beziehungen entwickeln könne. Es habe angewiesen, den Jungen Gregorio zu nennen - das ist der Namenstag des Heiligen, an dem das Kind geboren wurde.

Die Eltern, Mara und Roberto Germano, sind mit Gregorio allerdings unzufrieden und erwägen nun, das höchste Gericht anzurufen. (dapd)

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