Aktualisiert 14.03.2013 15:18

Wer ist jetzt Papst?Italiens Bischöfe gratulierten dem Falschen

Zuerst langes Warten, dann ging plötzlich alles schnell - für einige offenbar zu schnell. Die italienische Bischofskonferenz gratulierte Angelo Scola anstatt Jorge Bergoglio zur Papstwahl.

Die Wahl des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio zum neuen Pontifex Maximus traf alle Unbeteiligten unerwartet. Besonders gross muss die Überraschung (und Enttäuschung?) bei der italienischen Bischofskonferenz gewesen sein: Wenige Minuten nachdem der Kardinaldekan auf dem Balkon des Petersdoms die magischen Worte «Habemus Papam» gesprochen hatte, verschickte sie ein Gratulations-E-Mail – an Angelo Scola. Der Erzbischof von Mailand war zwar als Favorit gehandelt worden, aber das Rennen machte bekanntlich sein Kollege aus Buenos Aires.

Laut «La Repubblica» begrüssten die Bischöfe in dem Schreiben die «Nachricht der Wahl von Kardinal Angelo Scola zum Nachfolger Petri». In einer beigelegten Notiz war hingegen korrekt von Bergoglio die Rede. Der Fehler wurde rasch bemerkt: Wenig später gratulierte der Generalsekretär der italienischen Bischofskonferenz, Mariano Crociata, «im Namen der gesamten Kirche Italiens» Bergoglio zur Wahl.

Auch bei den Kollegen der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) lief nicht alles glatt. Im Titel eines Communiqués wurde «Papst XY» zur Wahl gratuliert, wie einem Redaktor der NZZ auffiel. SBK-Sprecher Walter Müller bestätigt: «Überall im Dokument stand der korrekte Name, ausser im Titel.» Der Lapsus wurde umgehend korrigiert.

PS: Auch 20 Minuten unterlief im entscheidenden Moment ein Lapsus. Im Glauben, schwarzen Rauch zu sehen, wurde zunächst eine falsche Push-Meldung versandt. Dafür entschuldigen wir uns.

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