Nach Stresstest: Italiens Börse stoppt Handel mit Bankenaktien

Aktualisiert

Nach StresstestItaliens Börse stoppt Handel mit Bankenaktien

25 Banken sind im Stresstest der EU durchgefallen, viele davon aus Italien. Die Aktien befinden sich im freien Fall, bei einigen musste die Börse den Handel stoppen.

von
sda/laf
Bauarbeiter vor der EZB: Der Euro erholt sich.

Bauarbeiter vor der EZB: Der Euro erholt sich.

15 Prozent unter dem Schlusskurs notierten die Aktien der italienischen Banken Banca Carige und Monte dei Paschi. Beide fielen im Stresstest der Europäischen Zentralbank durch. Der Handel mit den Titeln der Banken wurde kurz nach Börsenstart gestoppt.

Doch trotz der herben Verluste ist die Botschaft der Zentralbank: Die Banken Europas sind mehrheitlich fit für die Krise. Und das scheint so auch an den Märkten angekommen zu sein. Der Euro ist im frühen Handel in Fernost gestiegen. Die Gemeinschaftswährung war für 1,2696 Dollar zu haben nach 1,2669 Dollar im späten Handel am Freitag in New York. Inzwischen ist der Euro nur noch leicht im Plus. Grundsätzlich zeigten sich Händler und Ökonomen aber zufrieden mit den Ergebnissen des Tests.

Die Währung macht gegenüber ihrem Zwei-Wochen-Tief vom Donnerstag nun Boden gut. Die EZB kam zu dem Ergebnis, dass die meisten Grossbanken in der Eurozone für eine neue Finanzkrise gerüstet sind. Von den 130 Instituten patzten 25. Das Kapitalloch von insgesamt 25 Mrd. Euro ist zum grössten Teil schon gestopft.

Am Aktienmarkt in Tokio spielte der Stresstest jedoch keine Rolle. Hier liessen sich Anleger vor allem vom schwächeren Yen zum Kauf von Exportwerten hinreissen. Die Anteilsscheine von Canon gewannen 0,9 Prozent an Wert und die von Panasonic 0,2 Prozent. Der Nikkei-Index legte 0,3 Prozent auf 15'338 Punkte zu. Der breiter aufgestellte Topix gewann 0,5 Prozent auf 1248 Zähler.

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