Italiens Hollywood brennt
Aktualisiert

Italiens Hollywood brennt

Bei einem Grossbrand sind in der Nacht zum Freitag Teile der römischen Filmstudios Cinecittà zerstört worden. Das Feuer brach in den Filmbauten für die Fernsehserie «Rom» aus.

Auf mehr als 3000 Quadratmetern schlugen die Flammen bis zu 40 Meter hoch in den Himmel, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Rund 50 Feuerwehrleute waren fast die ganze Nacht mit den Löscharbeiten beschäftigt.

«Die Flammen waren so gewaltig, weil vor allem Holz und synthetisches Material brannten», sagte Feuerwehrchef Guido Parisi. Die Löschtrupps versuchten, ein Übergreifen des Feuers auf andere Film-Sets zu verhindern, was ihnen auch gelang.

Etwa die weltberühmten Bauten für William Wylers Epos «Ben Hur» (1959) mit Charlton Heston sowie Federico Fellinis «Schiff der Träume» (1983) seien nicht beschädigt worden, hiess es. Auch habe es keine Verletzten gegeben.

Aus noch ungeklärter Ursache sei technisches Ausrüstungsmaterial in Brand geraten. Anschliessend habe das Feuer schnell auf die Kulisse übergegriffen. Die Dreharbeiten zur zweiten Staffel von «Rom» waren jedoch bereits abgeschlossen.

Bei der von den Sendern HBO, BBC und der RAI produzierten Serie handelt es sich um die bis heute teuerste Fernsehproduktion: Die Herstellungskosten beliefen sich auf rund 100 Millionen US-Dollar (119,5 Millionen Franken).

Der Kulissenaufbau in Cinecittà hatte 2003 begonnen. Das Konzept sah vor, die vorchristliche Welt der Römischen Republik aus der Sicht eines einfachen Bürgers darzustellen, des Soldaten Lucius Vorenus. Dafür wurde in Rom das weltweit grösste Filmset aufgebaut. (sda)

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