Katar-WM ohne Chiellini und Co. - Italiens Peinlich-Aus als Europameister in der WM-Quali ist kein Einzelfall 

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Katar-WM ohne Chiellini und Co.Italiens Peinlich-Aus als Europameister in der WM-Quali ist kein Einzelfall 

Die italienische Nationalmannschaft verpasst die WM in Katar. Gegen Nordmazedonien verliert der Europameister blamabel mit 0:1. Aber schon andere Kontinentalchampions schafften es nicht an die WM. Nordmazedonien feiert derweil.

von
Nils Hänggi

So ausgelassen feiert Nordmazedonien die Nationalmannschaft, die das Wunder gegen Italien schaffte. 

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Darum gehts

  • Italien verpasst nach einem 0:1 gegen Nordmazedonien die WM in Katar. 

  • Die Enttäuschung ist riesig. 

  • Italiens WM-Aus als Europameister ist aber kein Einzelfall. 

  • Die nordmazedonischen Spieler feiern derweil und sind überglücklich. 

Was für eine Blamage! Italiens Fussball-Nationalmannschaft wird nicht an der WM in Katar dabei sein. Nordmazedonien besiegelte im Playoff-Halbfinal das WM-Aus von Europameister Italien. Nun spielt der Aussenseiter gegen Portugal um ein WM-Ticket. Die Enttäuschung bei den Italienern war nach der Peinlich-Pleite riesig. PSG-Mittelfeldstar Marco Veratti konnte sich die Niederlage nicht erklären, sagte: «Es ging schief.» Und Italiens Presse teilte auch gegen die Nationalmannschaft aus, sprach beispielsweise von einer «Apokalypse». 

Die Kritik, sie ist verständlich. Es ist das erste Mal überhaupt, dass Italien an zwei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften nicht teilnimmt. Das WM-Aus als amtierender Fussball-Europameister ist jedoch kein Einzelfall. So konnten sich seit 1960 drei weitere Kontinentalchampions nicht für die folgende Weltmeisterschaft qualifizieren: Die Tschechoslowakei (1976/1978), Dänemark (1992/1994) und Griechenland (2004/2006). Weltmeister als amtierender Europameister wurden nur Deutschland (1972/1974) und Spanien (2008/2010).

Italien scheiterte am Donnerstagabend.

Italien scheiterte am Donnerstagabend.

IMAGO/ZUMA Wire

«Ich habe keine Worte»

Während auf der einen Seite die Trauer riesig ist, ist die Freude auf der anderen gross. Die nordmazedonischen Helden feiern sich. Aleksandar Trajkovski, der das entscheidende 1:0 schoss, meinte auf Insta: «Glaube immer an deine Träume, dann werden sie wahr!» Und: «Der Sieg ist für meine Familie und ganz Nordmazedonien.» Goalie Stole Dimitrievski sagt: «Ich habe keine Worte.» Ezgjan Alioski ist auch überglücklich: «Mit diesem Team können wir an das Unglaubliche glauben.» Der 30-Jährige war einst YB-Junior. Via Schaffhausen und Lugano landete er dann bei Leeds. Mittlerweile spielt er in Saudiarabien. 

Am Dienstag tritt Nordmazedonien nun – wie erwähnt – im Playoff-Final gegen Portugal und Superstar Cristiano Ronaldo an. Dann will das Team um Alioski und Co. die nächste dicke Überraschung schaffen. Und Italien?  Es wird wohl lange dauern, bis der italienische Schmerz nachlassen wird. «Das ist schwer zu erklären. Wir sind enttäuscht, gebrochen, am Boden zerstört. Es hat wieder ein bisschen was gefehlt. Wir haben seit September Fehler gemacht und nun dafür bezahlt», sagte Giorgio Chiellini nach der Blamage.  

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