Aktualisiert 21.02.2020 11:05

Federica BrignoneItaliens Skistar kämpft für den Umweltschutz

Skifahrerin Federica Brignone ist Umweltaktivistin – und vielleicht bald Gesamtweltcupsiegerin.

von
Philipp Rindlisbacher
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Mit dem Skianzug im Meer: Skifahrerin Federica Brignone kämpft als Umweltaktivistin für saubere Seen und Ozeane.

Mit dem Skianzug im Meer: Skifahrerin Federica Brignone kämpft als Umweltaktivistin für saubere Seen und Ozeane.

Screenshot Instagram/federicabrignone
So kennen sie mittlerweile fast alle Wintersportfans. Die 29-jährige Italienerin ist seit Jahren im alpinen Weltcup dabei.

So kennen sie mittlerweile fast alle Wintersportfans. Die 29-jährige Italienerin ist seit Jahren im alpinen Weltcup dabei.

Getty Images/Stanko Gruden/agence Zoom
In dieser Saison so erfolgreich wie noch nie. Mehrmals durfte sie im Zielraum jubeln.

In dieser Saison so erfolgreich wie noch nie. Mehrmals durfte sie im Zielraum jubeln.

Getty Images/Christophe Pallot/agence Zoom

Alle sprechen von Mikaela Shiffrin, manche noch über deren Slalom-Duell mit Petra Vlhova. Aber kaum einer von Federica Brignone. Dabei ist die Italienerin drauf und dran, Grosses zu erreichen.

Brignone liegt im Gesamtweltcup auf Platz 2, nur noch 113 Punkte hinter Shiffrin, die nach dem Tod ihres Vaters auch die Rennen in Crans-Montana (21.-23. Februar) auslässt. Die vierfache Saisonsiegerin Brignone dürfte nach den zwei Abfahrten und der Kombination im Wallis vorne liegen.

Mit ihren Erfolgen ist Brignone selbst in italienischen Medien ein Thema geworden, in welchen nach Fussball vor allem Fussball, Fussball und Fussball dominieren. Den Bekanntheitsgrad will sie nutzen, um die Gesellschaft wachzurütteln.

In Skimontur ins Meer

Die 29-Jährige setzt sich für den Umweltschutz ein, hat mit «Traiettorie Liquide» ein Projekt initiiert, dessen Ziel es ist, Menschen für den Wert von sauberem Wasser zu sensibilisieren. Mehrmals sprang sie in Skimontur ins Meer, mit den Bildern will sie aufzeigen, wie Meerestiere wegen des Abfalls am Plastik ersticken. «Wir sind verpflichtet, die Schönheit der Ozeane zu bewahren», sagt Brignone. «Die Zerbrechlichkeit des Planeten und die Nachhaltigkeit der Umwelt hängen zunehmend von Entscheiden ab, die wir treffen.»

Die Olympia-Dritte von Pyeongchang im Riesenslalom hält Vorträge an Schulen, hilft bei Strandsäuberungen und tauchte schon in den Gardasee um Abfall zu sammeln. Wobei Brignone damit umgehen kann, wenn ihr Doppelmoral vorgeworfen wird. Der Skiweltcup mit all seinen Begleiterscheinungen ist nicht eben umweltfreundlich.

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