Matteo Salvini : Italiens Vizepremier empört mit Mussolini-Zitat
Aktualisiert

Matteo Salvini Italiens Vizepremier empört mit Mussolini-Zitat

Rechtspopulist Matteo Salvini hat mit einem Kommentar auf Twitter für Aufsehen gesorgt. Die Opposition fordert seinen Rücktritt.

von
kat
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«Viel Feind, viel Ehr», schrieb Italiens Innenminister Matteo Salvini über seine Kritiker auf Twitter.

«Viel Feind, viel Ehr», schrieb Italiens Innenminister Matteo Salvini über seine Kritiker auf Twitter.

epa/Daniel Kopatsch
Das Zitat fiel ausgerechnet mit Benito Mussolinis (1883-1945) Geburtstag am 29. Juli zusammen.

Das Zitat fiel ausgerechnet mit Benito Mussolinis (1883-1945) Geburtstag am 29. Juli zusammen.

«Wer auf die Verfassung geschworen hat, die aus dem Kampf gegen den Faschismus geboren ist, darf sich nicht erlauben, Mussolini zu würdigen», erklärte der Präsident der Sozialdemokraten, Matteo Orfini (rechts). (Archivbild)

«Wer auf die Verfassung geschworen hat, die aus dem Kampf gegen den Faschismus geboren ist, darf sich nicht erlauben, Mussolini zu würdigen», erklärte der Präsident der Sozialdemokraten, Matteo Orfini (rechts). (Archivbild)

AP/Andrew Medichini

Italiens rechtspopulistischer Innenminister und Vizepremier Matteo Salvini hat mit neuen Äusserungen Empörung ausgelöst. Auf Twitter schrieb er am Sonntag über seine Kritiker «Tanti nemici, tanto onore», was so viel heisst wie «Viel Feind, viel Ehr». Oppositionspolitiker erinnerten daran, dass Salvini sich damit beim faschistischen Diktator Benito Mussolini (1883-1945) bedient habe.

«Wer auf die Verfassung geschworen hat, die aus dem Kampf gegen den Faschismus geboren ist, darf sich nicht erlauben, Mussolini zu würdigen», erklärte der Präsident der Sozialdemokraten, Matteo Orfini. Salvini solle sich entschuldigen oder den Ministerposten räumen.

Ausgerechnet an Mussolinis Geburtstag

Das Zitat fiel ausgerechnet mit Mussolinis Geburtstag am 29. Juli zusammen. «Molti nemici, tanto onore» steht zum Beispiel auf den Böden der faschistischen Bauten des Foro Italico in Rom – wo auch «Duce Duce» eingelassen ist. Salvini wolle mit dem Zitat aus der «Propaganda-Rhetorik Mussolinis» ein «klares Signal an die extreme Rechte senden», erklärte der Fraktionschef der Linkspartei Liberi e Uguali, Federico Fornaro. Mussolini wird in Italien vielerorts noch offen verehrt.

Zuvor hatte der Chef der rechtspopulistischen Lega Rassismus als eine «Erfindung der Linken» bezeichnet. Der «einzige wahre Alarm» in Italien seien die Straftaten, die Migranten begehen würden. (kat/sda)

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