«Ivan» nimmt Kurs auf Alabama - Zwei Tote
Aktualisiert

«Ivan» nimmt Kurs auf Alabama - Zwei Tote

Der Hurrikan «Ivan» hat in der Nacht zum Donnerstag mit 217 Stundenkilometern unerbittlich Kurs den US-Staat Alabama genommen. In Panama City im östlich von Alabama gelegenen Staat Florida kamen durch Tornado-Ausläufer zwei Menschen ums Leben.

Vorboten waren heftige Winde mit gelegentlichen Tornados sowie sintflutartige Regenfälle und riesige Flutwellen. In der Küstenstadt Mobile wurde mit fünf Meter hohen Wellen und einer Niederschlagsmenge von 38 Zentimetern gerechnet. Andererseits bestand Meteorologen zufolge Hoffnung, dass dem weiter westlich gelegenen New Orleans ein Direktaufprall von «Ivan» erspart bleiben könnte.

Dennoch könnte die Stärke des Sturms zu schweren Überschwemmungen in der unter dem Meeresspiegel liegenden Metropole des Staates Louisiana führen, wie die Experten hervorhoben. Die Schleusen und Abpumpvorrichtungen von New Orleans dürften dem Hurrikan jedenfalls kaum standhalten, hiess es. Vorerst schien jedoch der Umkreis von Mobile am stärksten gefährdet. Dort wurden bereits vor dem unmittelbaren Eintreffen «Ivans» Verkehrsschilder, Ampeln und Bäume umgeknickt, in vielen Bezirken fiel der Strom aus.

Unterdessen liefen überall in Alabama die Evakuierungsmassnahmen auf Hochtouren. Rund 11.00 Menschen fanden vorübergehend ein beengtes Zuhause in 95 Notunterkünften, tausende weitere kamen bei Freunden oder Verwandten im Landesinneren unter. In Panama City im östlich von Alabama gelegenen Staat Florida kamen zwei Menschen infolge der von «Ivan» ausgelösten Tornados ums Leben.

In der Karibik, die «Ivan» bereits passiert hat, stellten sich die Menschen derweil auf einen neuen Tropensturm namens «Jeanne» ein. Dieser richtete am Mittwochabend in Puerto Rico schwere Schäden an, bevor er Kurs auf die Dominikanische Republik und die Bahamas nahm. In Puerto Rico fiel die Trinkwasserversorgung für rund 200.000 Menschen aus. Mindestens zwei Menschen fielen dem Sturm zum Opfer, der sich nach Ansicht von Meteorologen in Kürze zu einem Hurrikan entwickeln könnte. Einzelne Böen erreichten bereits Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde, der amtlichen Grenze für Hurrikane. (dapd)

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