«Ivan» wütet in den USA und tötet 27 Menschen
Aktualisiert

«Ivan» wütet in den USA und tötet 27 Menschen

Mit Flutwellen und verheerenden Windböen hat sich Hurrikan «Ivan» über dem Golf von Mexiko ausgetobt und in den USA mittlerweile 27 Menschen in den Tod gerissen.

In der Karibik hatte «Ivan» zuvor schon 70 Menschen den Tod gebracht. Obgleich mittlerweile zum Tropensturm herabgestuft, richtete der Sturm Milliardenschäden an. Präsident George W. Bush kündigte für Sonntag seinen Besuch in Alabama und Florida an. Unterdessen kostete der Wirbelsturm «Jeanne» in der Karibik vier Menschen das Leben, im Atlantik formierte sich mit «Karl» der nächste Sturm.

«Ivan» tobte am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von rund 210 Kilometern pro Stunde: Häuser wurden zertrümmert oder einfach von ihrem Fundament gerissen, eine Sturmflut von fast fünf Metern Höhe brach über die Küste herein und schleuderte Boote weit auf die Küste. Hunderttausende Menschen waren ohne Strom, in Florida wurde die Fernstrasse Interstate 10 zerstört. Nach Schätzungen von Versicherungen beläuft sich der von «Ivan» angerichtete Schaden auf drei bis zehn Milliarden Dollar (2,46 bis 8,2 Milliarden Euro).

Am stärksten wurde Florida getroffen, wo der Hurrikan rund ein Dutzend Tornados auslöste. Auch in Alabama, Louisiana, Mississippi und Georgia wütete der Sturm. Über zwei Millionen Menschen brachten sich auf dem 480 Kilometer langen Küstenstreifen am Golf von Mexiko in Sicherheit.

Dennoch erwies sich «Ivan» letztlich nicht als so zerstörerisch, wie zunächst befürchtet: Das unterhalb des Meeresspiegels gelegene New Orleans wurde verschont, der Hurrikan inzwischen zu einem Tropensturm herabgestuft. Meteorologen warnten aber, dass das Schlimmste noch nicht vorbei sei. Wegen anhaltender sintflutartiger Regenfälle sei mit weiteren Überschwemmungen zu rechnen, da der Boden noch von den Wassermassen der vorigen Hurrikane «Charley» und «Frances» vollgesogen ist.

Derweil braute sich in der Karibik das nächste Unheil zusammen: Meteorologen zufolge bewegt sich der Tropensturm «Jeanne» auf den Südosten der USA zu - und möglicherweise auf Florida. Zuletzt wütete der Sturm über der Dominikanischen Republik und Puerto Rico, wo er bislang mindestens vier Menschen das Leben kostete. «Jeanne» schwächte sich inzwischen von einem Hurrikan zu einem Tropensturm ab. Ausserdem formierte sich mit «Karl» südwestlich der Kapverden der elfte Wirbelsturm der Saison; allerdings war «Karl» am Donnerstag mit Winden von 64 Kilometern pro Stunde noch recht schwach. (dapd)

Deine Meinung