Tötungsdelikt Winterthur: J.S. (32) erschossen – S.M. (76) muss in U-Haft
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Tötungsdelikt WinterthurJ.S. (32) erschossen – S.M. (76) muss in U-Haft

Der Tatverdächtige im Tötungsdelikt Winterthur vom Dienstag muss in U-Haft. Das Zwangsmassnahmengericht hat diese angeordnet.

von
Thomas Mathis
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Zu einem Grosseinsatz ist es am Dienstag in einem Winterthurer Quartier gekommen.

Zu einem Grosseinsatz ist es am Dienstag in einem Winterthurer Quartier gekommen.

20min/mon
Die Polizei hat die 32-jährige Mutter J. S. mit Schussverletzungen tot aufgefunden.

Die Polizei hat die 32-jährige Mutter J. S. mit Schussverletzungen tot aufgefunden.

Vor Ort wurde ein 76-jähriger Mann festgenommen. Es handelt sich um den Grossvater des Ehemannes des Opfers.

Vor Ort wurde ein 76-jähriger Mann festgenommen. Es handelt sich um den Grossvater des Ehemannes des Opfers.

20min

Darum gehts

  • Die 32-jährige Mutter J. S. wurde am Dienstag in ihrer Wohnung in Winterthur getötet.

  • Vor Ort wurde ein 76-jähriger Mann festgenommen. Es handelt sich um den Grossvater des Ehemannes.

  • Er muss nun in Untersuchungshaft.

Die 32-jährige J. S.* wurde am Dienstag mit Schussverletzungen in einem Mehrfamilienhaus in Winterthur tot aufgefunden. Der 76-jährige S.M.* aus Serbien wurde vor Ort festgenommen. Er ist der Grossvater vom 36-jährigen Ehemann der Getöteten. Das Zwangsmassnahmengericht hat nun die Untersuchungshaft angeordnet, wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilt. Weitere Informationen können aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht gemacht werden.

Was sich am Dienstag in der Wohnung abgespielt hat, weiss der Vater der Getöteten von einer Bekannten, wie er sagt. Die Frau sei an diesem Tag bei S. gewesen. Kurz vor Mittag habe es an der Tür geklingelt. Es sei M. gewesen, so der Vater. «Meine Tochter hat ihm aufgemacht und einen Kaffee angeboten.»

Verfahren gegen Ehemann

Der Vater sprach von Eheproblemen. «Meine Tochter wollte sich von ihrem Mann, der in Serbien lebt, scheiden lassen.» Er sei gegenüber ihr gewalttätig geworden. Laut der Zürcher Staatsanwaltschaft wurde auf eine Strafanzeige der getöteten 32-jährigen Frau letztes Jahr im Juli ein Verfahren wegen Drohung und Nötigung gegen ihren in Serbien lebenden Ehemann eröffnet. «Gegen den Beschuldigten bestand zum Zeitpunkt dieser Verfahrenseröffnung eine laufende Einreisesperre», sagt Sprecher Erich Wenzinger. Dabei sei der 36-Jährige zur Verhaftung ausgeschrieben worden.

Laut der Zuger Strafverfolgungsbehörden gilt der strafrechtliche Landesverweis seit Oktober 2016. «Seither wurde der Beschuldigte im Kanton Zug wegen keiner Straftat verurteilt, welche eine Landesverweisung nach sich gezogen hätte», heisst es auf Anfrage. Bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug wurde zu einem früheren Zeitpunkt bereits ein Verfahren gegen den Ehemann des Opfers wegen eines Vermögensdelikts eröffnet.

*Name der Redaktion bekannt

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Hier findest du Hilfe:

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Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Frauenberatung

Onlineberatung für Frauen (BIF)

Onlineberatung für Männer

Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Pro Juventute, Tel. 147

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