Mathias Seger: «Ja, das wars mit der Nati»
Aktualisiert

Mathias Seger«Ja, das wars mit der Nati»

Offiziell zurücktreten würde er zwar nie, aber der langjährige Captain Mathias Seger (38) weiss, dass seine Karriere als Nationalspieler vorbei ist.

von
Marcel Allemann
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Der krönende Abschluss: Mathias Seger feiert mit den ZSC Lions nach der Finalissima in Lugano seinen sechsten und letzten Titel. Der Kreis schliesst sich.

Der krönende Abschluss: Mathias Seger feiert mit den ZSC Lions nach der Finalissima in Lugano seinen sechsten und letzten Titel. Der Kreis schliesst sich.

Alessandro Crinari
Die Karriere von Mathias SegerAm 28. Februar 2017 wird bekannt, dass Seger noch ein Jahr anhängt und bis 2018 bei den ZSC Lions bleibt. Dann ist aber definitiv Schluss.

Die Karriere von Mathias SegerAm 28. Februar 2017 wird bekannt, dass Seger noch ein Jahr anhängt und bis 2018 bei den ZSC Lions bleibt. Dann ist aber definitiv Schluss.

Keystone/urs Flueeler
Seger sichert sich in Zug am 13. September 2016 mit seinem 1073. Spiel den NLA-Rekord.

Seger sichert sich in Zug am 13. September 2016 mit seinem 1073. Spiel den NLA-Rekord.

Keystone/Walter Bieri

Nati-Trainer Patrick Fischer hat für die erste WM-Vorbereitungswoche 20 Spieler aufgeboten. Mit Luca Boltshauser (Kloten) und Pius Suter (ZSC Lions) sind zwei Neulinge dabei. Ein grosser Name fehlt dagegen. Der langjährige Captain Mathias Seger (38), zugleich Schweizer Rekordinternationaler (305 Länderspiele) und mit 16 Teilnahmen auch der WM-Rekordmann, erhielt kein Aufgebot.

Nati-Chef Raeto Raffainer erklärt: «Unsere Trainer sind der Ansicht, dass es ihm für die WM nicht reicht.» Das sieht auch Seger selbst so: «Als sechster Verteidiger beim ZSC kann ich nicht den Anspruch haben, eine WM zu spielen.»

«Das wusste ich schon im letzten Jahr»

Der Verteidiger würde zwar nie aus der Nati zurücktreten («das ist ein natürlicher Prozess, entweder es reicht oder eben nicht»), ist sich aber bewusst, dass seine internationale Karriere zu Ende ist: «Ja, das wars mit der Nati und das wusste ich schon im letzten Jahr.» Damals verpasste er die WM wegen einer Verletzung.

«Sollte ich mit 39 Jahren noch Fortschritte machen und ein Ufo landet und der Blitz schlägt gleichzeitig ein, dann bin ich selbstverständlich wieder dabei», sagt Seger und lächelt. Der Nati-Captain beim WM-Silberwunder 2013 in Stockholm schätzt die Lage mit einem gesunden Realismus ein. Dieser hat ihn schon während seiner ganzen bisherigen Karriere ausgezeichnet.

An der WM vom 6. bis 22. Mai in Moskau ebenfalls nicht dabei sein werden die verletzten Severin Blindenbacher (ZSC), Patrick von Gunten (Kloten), Lukas Flüeler (ZSC) und Benjamin Conz (Fribourg). Tobias Stephan (Zug) verzichtet aus Gründen der Regeneration.

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