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Ja, es gibt Weinangst – und 10 weitere crazy Wein-Facts

Wer hat das Prosten erfunden, wie viele Trauben sind in einem Glas Wein und was hat Knoblauch in einem guten Tropfen verloren? Wir bringen Licht ins Dunkle.

von
Lucien Esseiva
29.12.2020

Die alten Römer hattens drauf – und Ritter manchmal böse Absichten

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Erfindergeist! Die alten Römer sind nicht die Erfinder des Weins, aber sie haben die (von den Griechen und Etruskern übernommene) Weinkultur massgeblich verfeinert. So fanden sie heraus, dass Abbrennen von Schwefelkerzen in Weinfässern gegen den Essiggeruch hilft und die Behälter frisch hält.

Schmeckt das? Sie hatten aber auch etwas eigenartige Angewohnheiten. Es ging den Römern nicht primär um den Traubengeschmack, darum wurde der Wein oft mit fermentiertem Fisch, Knoblauch, Blei oder Absinth aromatisiert.

Party und Mordabsichten! Saufgelage waren im alten Rom ziemlich verbreitet, darum verwundert es nicht, dass der Brauch des Prostens erstmals dort gepflegt wurde. Kräftiges Anstossen wurde im Mittelalter überlebenswichtig. Um zu prüfen, ob der Gastgeber Gift ins Glas geschüttet hat, prostete man so stark, dass ein Schluck Wein ins andere Glas überschwappte. Trank der Gastgeber danach nicht, war klar: er will dich umbringen.

Weinangst

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Hilfe, Wein! Es gibt einen wissenschaftlichen Begriff für eine starke Abneigung, die bis hin zur Angst vor Wein führen kann. Man nennt das Oenophobia.

Trauben zählen

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Viele, viele Trauben! In einem Glas Wein ist der Saft von einem Bund Trauben – das entspricht ungefähr 75 einzelnen Früchten. Um eine Flasche zu füllen, benötigt der Winzer über ein Kilogramm Trauben. Weltweit gibt es übrigens über 10’000 verschiedene Traubensorten, die für Wein verwendet werden können.

Bubbles waren nicht immer willkommen

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Böse Perlage! Dass sich Bläschen im Wein entwickeln können, beobachteten schon die alten Griechen. Doch damals wurde das kritisch beäugt und man war der Ansicht, dass die Bubbles wegen den Mondphasen oder dem Einfluss von bösen Geistern in die Flasche kommen.

Alte Bäume – gute Bäume

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Fast schon schade um den Baum! Um ein richtig gutes französisches Eichenfass zu produzieren, braucht es das Holz einer Eiche, die mindestens 170 Jahre alt ist. Ist das Fass dann fertig, bietet es Platz für 295 Flaschen Wein oder 1’180 Gläser. Es gibt über 400 Eichensorten, die sich zum Bau von Weinfässern eigenen.

Andere Länder, andere Sitten

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Vorsicht, bissig! Bestellst du in Vietnam ein Glas Cobra Wine, serviert man dir ein Glas Reiswein, dass mit dem Blut eine Kobra bedeckt ist, die man klassischerweise gleich vor Ort tötet und ausbluten lässt.

Wer hats erfunden?

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Flaschen retten Ziegen! Die grüne Weinflaschen, wie wir sie heute kennen, wurden relativ spät erfunden. Sie sind eine Entwicklung des Engländers Sir Kenelm Digby (1603-1665) und lösten Säcke aus Ziegenleder als Behälter ab.

Nicht reden – öffnen!

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Ich verdurste! Cork Tease, also Korken-Necker, bezeichnet auf Englisch einen Menschen, der dauernd über seinen wunderbaren Wein im Keller spricht, ihn aber nie öffnet.

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