Vladimir Petkovic: «Ja, ich will die Schweiz an die WM 2018 führen»
Aktualisiert

Vladimir Petkovic«Ja, ich will die Schweiz an die WM 2018 führen»

Kontinuität oder wieder ein Neuanfang? Die Zukunft von Vladimir Petkovic ist noch offen. Am Samstag hat sich der Nati-Trainer offiziell zum Thema geäussert: «Ja, ich will die Schweiz an die WM 2018 führen».

von
E. Tedesco

Mit der Qualifikation für Frankreich hat sich der Vertrag von Vladimir Petkovic automatisch bis nach der Endrunde im nächsten Sommer verlängert. Und dann? Bleibt er, wird er abgelöst? Fleissig kolportiert wurden in den Medien bereits die Namen von Marcel Koller (Trainer der Österreicher) und Lucien Favre (Rücktritt bei Gladbach), obwohl sich weder der Schweizerische Fussballverband noch Petkovic zu diesem Zeitpunkt zur Zukunft geäussert hatten. Fest stand lediglich, so Aussagen seitens des SFV nach dem letzten Qualifikationsspiel in Estland, dass alle Parteien noch vor der EM mit Beginn im Juni Klarheit zum Thema haben möchten.

Peter Stadelmann, er ist der Delegierte der Nationalmannschaft und damit der Chef von Vladimir Petkovic, ist überzeugt, dass Petkovic seine Arbeit gut macht. Der Nati-Delegierte – zusammen mit SFV-Präsident Peter Gilliéron – ist verantwortlich für die Vertragsverlängerung von Petkovic oder für die Bestellung eines neuen Trainers.

Am Samstag sagt Stadelmann: «Wir haben aber mit dem Trainer Bilanz gezogen. Das Ziel EM-Endrunde in Frankreich ist erreicht und das war entscheidend. Aber wir ziehen Bilanz, um uns weiter zu verbessern, darunter gehört auch der Verband.» Zum Thema Vertragsverlängerung sagt der Ostschweizer Jurist: «Alles ist im Fluss. Wir haben keine Eile und auch keinen Zeithorizont, aber natürlich gilt: So rasch als möglich und so viel Zeit wie es eben braucht.» Nicht zuletzt müsse aber auch Petkovic signalisieren, dass er weitermachen möchte.

Das Signal aus Genf

Das hat Petkovic erstmals im Interview in der «Tribune de Genève» nun gemacht. Auf die Frage, ob er die Schweiz auch an die WM 2018 führen wolle, antwortete der 52-jährige Tessiner: «Ja, natürlich will ich das!» Damit steht weiteren Gesprächen auch nichts mehr im Weg.

Stadelmann: «Die Auslegeordnung ist gemacht und wir werden uns zu weiteren Gesprächen treffen.» Gelegenheit hat der SFV und seine wichtigster Selektionär in den nächsten 10 Tagen genug, denn die Nati trifft sich am Montag für die Testspiele gegen die Slowakei (13. November) und Österreich (17. November) in Feusisberg, ehe sie am Mittwoch nach Wien fliegt.

Stadelmann weiter: «Wir werden zu konkreten Verhandlungen über die Verlängerung bis 2018 eintreten und würden das nicht tun, wenn die Zeichen nicht so wären, wie wir uns das vorstellen.» Kontinuität oder wieder ein Neuanfang? Die Zukunft der Nati wird sich in den nächsten Monaten entscheiden. Ein Zeithorizont ist nicht gesteckt, aber wahrscheinlich ist, dass bis Ende Jahr alles unter Dach und Fach ist.

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