Keine Regenbogenfahnen oder Glitzer - Ja-Lager sorgt sich um falsch ausgefüllte Stimmzettel
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Keine Regenbogenfahnen oder GlitzerJa-Lager sorgt sich um falsch ausgefüllte Stimmzettel

Die Sympathisierenden der Ehe für alle warnen davor, den Stimmzettel mit Botschaften zu erweitern. Wer dies tut, riskiert, dass die eigene Stimme nicht gezählt wird.

von
Patrick McEvily
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Die Aktivistin Anna Rosenwasser ruft ihre Followerinnen und Follower auf Instagram dazu auf, den Stimmzettel für die Ehe für alle korrekt auszufüllen.

Die Aktivistin Anna Rosenwasser ruft ihre Followerinnen und Follower auf Instagram dazu auf, den Stimmzettel für die Ehe für alle korrekt auszufüllen.

Screenshot / Instagram
Sie und weitere Sympathisanten und Sympathisantinnen der Kampagne befürchten, dass zu viele Personen den Stimmzettel zugunsten der Ehe für alle falsch ausfüllen und damit die eigene Stimme ungültig erscheinen lassen könnten. 

Sie und weitere Sympathisanten und Sympathisantinnen der Kampagne befürchten, dass zu viele Personen den Stimmzettel zugunsten der Ehe für alle falsch ausfüllen und damit die eigene Stimme ungültig erscheinen lassen könnten.

Screenshot/Twitter
Gemäss Angaben der Bundesbehörden müssen Stimmzettel einzig mit der Stimmabgabe eingetragen werden. In den meisten Kantonen erfolgt dies in der Form eines Ja oder Nein. In einigen stehen Kreuzchen zur Verfügung.

Gemäss Angaben der Bundesbehörden müssen Stimmzettel einzig mit der Stimmabgabe eingetragen werden. In den meisten Kantonen erfolgt dies in der Form eines Ja oder Nein. In einigen stehen Kreuzchen zur Verfügung.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • Am Sonntag, 26. September, stimmt die Schweiz über die Ehe für alle ab.

  • Im Netz kursieren sowohl Bilder von verzierten Stimmzetteln wie auch Aufrufe, den Stimmzettel korrekt auszufüllen.

  • Wer seine Unterstützung nämlich zu überschwänglich ausdrückt, riskiert, dass die eigene Stimme für ungültig erklärt wird.

Gemäss der neuesten 20Minuten/Tamedia-Umfrage dürfte es die Ehe für alle am kommenden Sonntag beim Schweizer Stimmvolk schaffen: 67 Prozent sagen derzeit Ja. Offenbar sorgen sich Sympathisierende des Anliegens nun aber darum, dass einige Stimmende ihre Unterstützung zu überschwänglich kundtun könnten. Auf Social Media kursieren Bilder von Stimmzetteln mit aufgemalten Regenbogenfahnen. Die Warnenden dürften auch von einer mittlerweile abgelaufenen Story von Ex-Miss Schweiz Dominique Rinderknecht nicht begeistert gewesen sein. Diese teilte ihren Followern auf Instagram mit, dass sie zwei Mal Ja auf ihren Stimmzettel geschrieben hatte. Nau.ch berichtete.

Stimmen auf Social Media, wie Anna Rosenwasser, warnen nun davor, den Stimmzettel mit zusätzlichen Sprüchen oder sonstigen Bekundungen zu verzieren.

In den Kommentaren unter ihrem Post wird deutlich, wieso. So schreibt ein Follower: «Eigentlich schade, denn am aller aller liebsten hätte ich ganz viel Glitzer mit ins Couvert gemacht». Ob ernst gemeint oder nicht: falsch ausgefüllte Wahlzettel können Folgen haben.

So stimmst du richtig ab

Auf dem von den Bundesbehörden betriebenen Portal ch.ch raten die Verantwortlichen explizit davor ab, Kommentare, Skizzen, oder Zeichnungen auf dem Stimmzettel anzubringen. Auch der altbekannte Tipp-Ex sollte nicht zum Einsatz kommen. In den meisten Kantonen ist ein einfaches «Ja» oder «Nein» erforderlich. Andere führen Böxchen neben den Fragen an, die angekreuzt werden müssen. Auch wichtig: Die Behörden empfehlen, den Wahlzettel immer mit einem Kugelschreiber auszufüllen. Ein Bleistift reicht nicht aus.

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