Zürich: Ja zu Hochdeutsch im Chindsgi
Aktualisiert

ZürichJa zu Hochdeutsch im Chindsgi

In den Kindergärten im Kanton Zürich soll neben Mundart auch Hochdeutsch gesprochen werden – der Kantonsrat hat gestern die Initiative «Ja zur Mundart im Kindergarten» abgelehnt.

Gemäss Lehrplan wird im Chindsgi zu «mindestens einem Drittel» Hochdeutsch gesprochen. Die Initianten – konservative Lehrkräfte – verlangen, dass im ersten Jahr des Kindergartens kein Unterricht in Standardsprache erfolgen soll und im zweiten Jahr nur in geringem Masse. Mit 98 zu 67 Stimmen sprach sich der Kantonsrat gegen das Begehren aus; SVP, EVP und EDU stimmten dafür. Der Kantonsrat empfiehlt den Stimmberechtigten, die Initiative abzulehnen. Das letzte Wort über die Initiative gebührt dem Zürcher Stimmvolk. Der Lehrplan für die Kindergärten setzt heute auf Mundart und Hochdeutsch, weil Letzteres in der Primarstufe die Unterrichtssprache ist.

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