Ja zur Verbreiterung der Sarneraa

Aktualisiert

Ja zur Verbreiterung der Sarneraa

Die Sarneraa wird verbreitert und tiefergelegt. Mit 4929 zu 3426 Stimmen ist in Obwalden ein Hochwasserschutzprojekt genehmigt worden.

Gegner hatten das Referendum ergriffen, weil sie einen Stollen wollten. Die Stimmbeteiligung betrug 36,85 Prozent.

Das Projekt wurde nach dem Hochwasser vom August 2005 zügig erarbeitet. Angestrebtes Ziel: Grössere Abflusskapazität für den Sarnersee, um die in letzter Zeit häufiger gewordenen Überschwemmungen des Kantonshauptortes Sarnen zu vermeiden.

Die Regierung hatte ursprünglich einen Entlastungsstollen im Berg mit Kosten von rund 67 Millionen Franken favorisiert. Doch der Bund winkte ab. Die gleichen Schutzziele seien auch mit einer Tieferlegung zu erreichen - für zirka 47 Millionen Franken. Der Bund werde auf jeden Fall höchstens 31 Millionen Franken an das Projekt bezahlen.

Die für Obwalden bei der Variante Stollen verbleibenden 36 Millionen Franken waren der Regierung zuviel. Sie schwenkte um auf die Variante Verbreiterung und Tieferlegung. Bei diesem Projekt müssen Kanton und Gemeinden nur noch 16 Millionen Franken bezahlen. Das Parlament folgte der Regierung und bewilligte einen Projektierungskredit von 6 Millionen Franken.

Gegen diesen Beschluss wurde das Referendum ergriffen. Es kam mit 117 beglaubigten Unterschriften zustande. Nach Ansicht der Gegner verändert die Tieferlegung und Verbreiterung der Sarneraa das Dorfbild von Sarnen zu stark, weshalb ein Stollen gebaut werden müsse.

(sda)

Deine Meinung