Videobotschaft: Jacko-Privatarzt äussert sich erstmals
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VideobotschaftJacko-Privatarzt äussert sich erstmals

Michael Jacksons Privatarzt, gegen den die Polizei wegen eines Tötungsdelikts ermittelt, hat sich erstmals öffentlich zu Wort gemeldet.

In einer einminütigen Videobotschaft beteuert der Kardiologe Conrad Murray: «Ich habe die Wahrheit gesagt und ich vertraue darauf, dass die Wahrheit siegen wird.»

Gleich nach dem plötzlichen Tod des Sängers am 25. Juni war Murray ins Visier der Polizei geraten. Auf die Vorwürfe der Ermittler, er habe dem Sänger gefährliche Medikamente verabreicht, ging der 51-jährige Mediziner nicht näher ein.

Angst vor dem Telefon

Murray bedankt sich in dem YouTube-Video für die Unterstützung von Freunden und Patienten. Er habe allerdings Angst, Anrufe zu erwidern und E-Mails zu verschicken, sagte der Arzt mit Blick auf «all das, was vor sich geht».

Murray soll dem «King of Pop» das gefährliche Narkosemittel Propofol verabreicht und ihn dann alleingelassen haben. Das berichtete die «Los Angeles Times» in der vergangenen Woche. Murray habe dies selbst zwei Tage nach Jacksons Tod bei einer polizeilichen Vernehmung eingeräumt, schrieb das Blatt unter Berufung auf Informanten.

Betäubungsmittel abgegeben

In der Nacht vor dem Tod sei der Sänger erschöpft von langen Proben nach Hause gekommen und habe erneut nicht einschlafen können, so den Angaben zufolge die Schilderung des Arztes. Er habe ihm das Betäubungsmittel gegeben und sei dann für einige Telefonate aus dem Raum gegangen. Nach seiner Rückkehr habe Jackson bereits nicht mehr geatmet, berichteten die Informanten. Das schnell wirkende Mittel soll nur unter ärztlicher Aufsicht gegeben werden.

Murray war seit Mai für monatlich 150 000 Dollar bei Jackson angestellt und sollte ihn auf seine Konzerttour nach London begleiten.

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Zum Video (sda)

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