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Jacko will seine Sexhefte zurück

Drei Tage nach dem Freispruch im Missbrauchsprozess haben die Anwälte des US-Popstars Michael Jackson die Rückgabe von mehr als 600 beschlagnahmten Besitztümern gefordert.

«Herr Jackson will seine Sachen zurück», sagte der Anwalt Robert Sanger am Donnerstag im kalifornischen Santa Maria. Richter Rodney Melville entschied zunächst, dass der Star seinen Pass, der ihm wegen Fluchtgefahr nach seiner Festnahme im November 2003 abgenommen worden war, zurück erhält.

Über die Rückgabe der anderen Gegenstände sollte später entschieden werden. Melville teilte ausserdem mit, er wolle die Akten des Missbrauchsprozesses gegen Jackson bis auf wenige Ausnahmen veröffentlichen.

Die rund 600 Objekte waren bei zwei Razzien auf Jacksons «Neverland»-Ranch beschlagnahmt worden. Unter ihnen befinden sich auch pornographische Hefte und Bildbände, die in dem Prozess als Beweise angeführt worden waren.

Der Richter ordnete an, dass die Ermittler darüber entscheiden sollen, ob sie Teile der Gegenstände einbehalten wollen. Staatsanwalt Tom Sneddon hatte am Mittwoch gesagt, er habe nicht vor, Jackson Fotos zurückzugeben, die 1993 bei ersten Ermittlungen wegen Kindsmissbrauchs von dessen Penis gemacht wurden.

Jackson war am Montag nach einem mehr als viermonatigem Prozess wegen des Verdachts auf Kindesmissbrauchs in allen zehn Anklagepunkten freigesprochen worden. (sda)

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