Aktualisiert 09.02.2015 14:58

King of Pop

Jackson wollte nicht wie sein Vater aussehen

Ein neues Buch von Michael Jacksons ehemaligem Manager lässt tief in die Psyche des King of Pop blicken.

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So sah Michael Jackson 1986 aus.

So sah Michael Jackson 1986 aus.

Keystone/AP/Susan Ragan
15 Jahre später war sein Gesicht von Beauty-OPs entstellt.

15 Jahre später war sein Gesicht von Beauty-OPs entstellt.

Keystone/AP/Suzanne Plunkett
Aufzeichnungen von Jacksons ehemaligem Manager Frank DiLeo liefern einen Erklärungsversuch. Angeblich konnte der King of Pop seine Ähnlichkeit zu seinem Vater nicht ertragen.

Aufzeichnungen von Jacksons ehemaligem Manager Frank DiLeo liefern einen Erklärungsversuch. Angeblich konnte der King of Pop seine Ähnlichkeit zu seinem Vater nicht ertragen.

Keystone/AP/Michael A. Mariant

Frank DiLeo war in den 80er-Jahren und dann erneut kurz vor Michael Jacksons Tod dessen Manager. Seine Zeit mit dem King of Pop hielt er mit unzähligen Notizbüchern, Ton- und Videoaufnahmen fest.

Die Aufzeichnungen sind brisant – das wusste DiLeo und beauftragte seinen Freund Mark Lamica, das Material zu veröffentlichen, sollte ihm etwas zustossen. 2011 starb Jacksons ehemaliger Manager schliesslich an den Folgen einer Herzoperation. Im Herbst soll nun das Enthüllungsbuch «DiLeo: I Am Going to Set the Record Straight» erscheinen.

«Ich muss ihn aus mir rausschneiden»

Im Buch liefert DiLeo mögliche Erklärungen für die zahlreichen Beauty-OPs von Michael Jackson: Angeblich wollte der King of Pop auf keinen Fall wie sein Vater Joe Jackson, der ihn als Kind misshandelt hatte, aussehen. «Michael sagte am Telefon, er halte es nicht mehr aus, in den Spiegel zu schauen und seinen Vater zu sehen», sagt Lamica im Interview mit «Page Six». «Michael war sehr emotional und sagte zu DiLeo: ‹Ich sehe immer noch Joe im Spiegel. Ich muss ihn aus mir rausschneiden.›»

Der verstorbene King of Pop konnte es nicht ertragen, wenn sein Vater in der Nähe war. «Als er bei der ‹Bad›-Tour zu einem Konzert kam, bekam Michael eine Panikattacke», sagt Lamica und beruft sich auf DiLeos Aufzeichnungen.

Zwar stand DiLeo Michael Jackson nahe und kannte zweifellos intime Details – trotzdem sind seine Enthüllungen mit Vorsicht zu geniessen. Zu oft wurde mit dem Tod des King of Pop bereits Profit gemacht. Und dass DiLeo selbst bereits tot ist, macht die Sache auch nicht glaubwürdiger.

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