Alba-Festival - Jacqueline Fehr entschuldigt sich für kurzfristige Festival-Absage
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Alba-FestivalJacqueline Fehr entschuldigt sich für kurzfristige Festival-Absage

Gemäss der Zürcher Regierungsrätin war der Entscheid rechtens. Dennoch hat sie eine Untersuchung in Auftrag gegeben. Der Vorwurf der Diskriminierung «schmerze» sie.

von
Patrick McEvily
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Das Alba-Festival in Zürich wurde Anfang September kurzfristig abgesagt.

Das Alba-Festival in Zürich wurde Anfang September kurzfristig abgesagt.

20min/Michael Scherrer
Die Organisatoren und ihre Unterstützer kommentierten an einer Pressekonferenz ihr Unverständnis für die Absage.

Die Organisatoren und ihre Unterstützer kommentierten an einer Pressekonferenz ihr Unverständnis für die Absage.

20min/Michael Scherrer
Die Veranstaltung hatte bereits in den Jahren zuvor – wie hier 2019 – stattgefunden.

Die Veranstaltung hatte bereits in den Jahren zuvor – wie hier 2019 – stattgefunden.

Alba Festival

Darum gehts

  • Das Alba-Festival in Zürich wurde von den Behörden Anfang September kurzfristig abgesagt.

  • Daraufhin hagelte es Kritik.

  • Nun sagt die zuständig Regierungsrätin Jacqueline Fehr, der Diskriminierungsvorwurf habe sie «geschmerzt».

In einem Interview mit dem Newsportal Albinfo versucht die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr die Wogen nach der Absage des Alba-Festivals vor zwei Wochen zu glätten. Zwar habe eine rechtliche Grundlage für die Absage bestanden, doch es sei ein Eindruck der Diskriminierung entstanden. Das habe sie «geschmerzt». Der Kanton habe dahingehend nun sogar beim Bund eine Überprüfung des eigenen Handelns beantragt. Für die Kurzfristigkeit der Absage entschuldigt sich die Justizvorsteherin explizit.

Reiserückkehrer aus dem Balkan brachten «hohes Ansteckungsrisiko»

Das Alba-Festival auf dem Hardturm-Areal in Zürich war Anfang September kurzfristig abgesagt worden. Der Entscheid löste erhebliche Kritik aus, denn am gleichen Wochenende fanden mehrere andere Grossevents statt. Sogar die SVP sprach von einer «Hetze gegen Albaner». Die Organisatoren gaben an, nicht über die Beweggründe der Absage informiert worden zu sein. Gemäss der «NZZ» hat sich die Regierungsrätin mittlerweile mit diesen zu einer Aussprache getroffen.

Im Interview mit Albinfo bleibt Fehr jedoch standhaft, was die Rechtmässigkeit des Entscheids betrifft. So hätte beispielsweise die Zürich Pride aufgrund ihres politischen Charakters nicht abgesagt werden können. Schweizweit seien zudem auch andere Festivals, wie dasjenige in Frauenfeld oder Zürich abgesagt worden. Der kurzfristige Entscheid beim Alba-Festival sei aufgrund der schlechten epidemiologische Lage notwendig geworden.

Die eidgenössischen Stellen hätten in den Tagen zuvor von rund 40 Prozent der Infizierten Angaben erhalten, wo sich diese angesteckt hätten. Davon hätten in den vergangenen Wochen 80 Prozent die Staaten Kosovo oder Nordmazedonien angegeben. «Personen, die im nahen Umfeld von Menschen leben, die einen Teil des Sommers in Ländern Südosteuropas verbracht haben, waren einem überdurchschnittlich hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt.» Die SP-Politikerin verteidigt im Interview zudem die Anstrengungen des Kantons, die albanische Community auf das Impfthema zu sensibilisieren.

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