San Bernardino: Jäger auf Hasenjagd von Schrotkugel am Kopf getroffen
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San BernardinoJäger auf Hasenjagd von Schrotkugel am Kopf getroffen

Ein Jäger wurde am Freitagmorgen in San Bernardino durch eine Schrotkugel leicht verletzt. Die Kugel stammte aus der Flinte eines Jagdkameraden. Diese Woche sorgte bereits ein anderer Jäger im Graubünden für Schlagzeilen.

von
Michel Eggimann
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Ein Jäger wurde am Freitagmorgen durch eine Schrotkugel aus der Flinte eines Jagdkameraden in San Bernardino verletzt.

Ein Jäger wurde am Freitagmorgen durch eine Schrotkugel aus der Flinte eines Jagdkameraden in San Bernardino verletzt.

Kapo GR
Die Kugel löste sich auf der Hasenjagd. Der verletzte Jäger wurde laut der Kantonspolizei Graubünden vom Kollegen zum Notarzt gebracht.

Die Kugel löste sich auf der Hasenjagd. Der verletzte Jäger wurde laut der Kantonspolizei Graubünden vom Kollegen zum Notarzt gebracht.

KEYSTONE
Anschliessend meldete sich der Schütze bei der Kantonspolizei Graubünden. Er wird an die Staatsanwaltschaft Graubünden verzeigt.

Anschliessend meldete sich der Schütze bei der Kantonspolizei Graubünden. Er wird an die Staatsanwaltschaft Graubünden verzeigt.

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Darum gehts

  • Am Freitagmorgen ist ein Jäger im Graubünden von einer Schrotkugel getroffen worden.
  • Die Kugel stammte aus der Flinte eines Jagdkameraden.
  • Es handelt sich dabei um einen Unfall auf der Hasenjagd.
  • Bereits anfangs Woche wurde über einen Jäger im Kanton Graubünden berichtet.
  • Dieser hatte illegal zwei Kronenhirsche erlegt.

Zwei Jagdkameraden waren am Freitagmorgen im Gebiet Funtanalba GR auf der Hasenjagd. Um 8.30 Uhr befanden sie sich mit einer Distanz von rund 35 Metern auf einer Waldstrasse, als unterhalb von ihnen ein Hase aus dem Wald hoppelte. Als dieser die Strasse überquerte, schoss einer der Jäger auf den Hasen. Eine einzelne Schrotkugel aus der Flinte, die auf der Betonstrasse abprallte, traf gemäss der Kantonspolizei Graubünden den zweiten Jäger an der Schläfe. Die Kugel blieb stecken. Der Hase war nicht getroffen worden und bergaufwärts geflüchtet.

Der Leichtverletzte wurde vom Kameraden zum Notarzt nach Roveredo gefahren, wo er ambulant behandelt wurde. Anschliessend meldete sich der Schütze bei der Kantonspolizei Graubünden. Er wird an die Staatsanwaltschaft Graubünden verzeigt.

Zwei Kronenhirsche illegal erlegt

Bereits ein anderer Jäger sorgte im Bündnerland diese Woche für Schlagzeilen. In Seewis im Prättigau hatte ein Jäger zwei Kronenhirsche erlegt, die nicht hätten geschossen werden dürfen. Der Mann erstattete nach den illegalen Abschüssen keine Selbstanzeige. Stattdessen wollte er die Hirsche mit Hilfe von zwei Jagdkameraden wegtransportieren. Dabei wurden sie von zwei Wildhütern angehalten, die das Fahrzeug der Männer kontrollierten und die Kronenhirsche entdeckten. Nun ermittelt die Bündner Staatsanwaltschaft.

Kronenhirsche sind laut dem Bündner Jagdinspektor Adrian Arquint für den Bestand sehr wertvolle Tiere, die nicht zu stark gejagt werden sollten. Während der dreiwöchigen Hochjagd im September waren die Tiere nur während dreier Tage frei zum Abschuss. Gemäss den Jagdbetriebsvorschriften durfte jede Jägerin und jeder Jäger nur einen Kronenhirsch erlegen. Bei illegalen Abschüssen wird von den Jägerinnen und Jäger eine Selbstanzeige erwartet. In solchen Fällen werden dann Bussen verhängt, ohne dass die Staatsanwaltschaft einschaltet wird.

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