Aschegefüllte Patronen: Jäger, die selbst der Tod nicht stoppen kann
Aktualisiert

Aschegefüllte PatronenJäger, die selbst der Tod nicht stoppen kann

Passionierte Jäger, die auch als Tote weiterjagen wollen, können dies in den USA tun - sofern die Hinterbliebenen das nötige Kleingeld lockermachen.

von
lue

«Jetzt können Sie Ihr Heim und Ihre Familie auch dann beschützen, wenn Sie gegangen sind.» Und mit «gegangen» meint die US-amerikanische Firma Holy Smoke nicht einfach für ein Weilchen, sondern definitiv. Wie das gehen soll? Ganz einfach.

500 Gramm Asche für 250 Schuss

Ist ein geliebter Mensch verstorben und kremiert worden, sorgen die Hinterbliebenen dafür, dass 500 Gramm Asche zur Firma Holy Smoke nach Alabama gelangen. Diese werden dann in Gewehr- oder Pistolenkugeln gefüllt. Welche das sind, hängt ganz von den Jagd- und Schiessvorlieben des Verstorbenen ab. Die Hinterbliebenen erhalten dann eine Kiste voller Munition, die sie nach Gutdünken verpulvern können.

Als Gewehrkugel «weiterleben»

Die Geschäftsidee ist laut der Homepage der innovativen Firma folgendermassen entstanden. Ein Freund erzählte dem späteren Firmengründer, dass er nach seinem Tod kremiert werden wolle. Seine Asche solle dann in Schrotflintenpatronen gefüllt werden. Dann brauche es nur noch jemanden, der wisse, wie Truthähne zur Strecke zu bringen sind. «So werde ich in Frieden ruhen und die Gewissheit haben, dass ich das Letzte sein werde, was dieser eine Truthahn sieht. Ich werde ihm als Kugel mit ca. 300 Metern pro Sekunde entgegenkreischen.»

Das Ganze ist nicht billig, doch dafür, dass der liebe Verstorbene «noch einmal zur Jagd gehen oder Tontauben schiessen kann», sind 1250 Dollar doch ein Pappenstil.

Deine Meinung