Aktualisiert 07.01.2016 14:12

AargauJäger erschiesst Büsi und wehrt sich gegen Busse

Ein Aargauer Jäger erlegte eine rote Hauskatze, weil er sie für einen Fuchs hielt. Dafür wurde der Schütze nun mit einer Busse bestraft – gegen die der Jäger Einsprache erhob.

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num
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Ein Jäger erschoss Katze Wuschel im Oktober 2015 im Garten ihres Herrchens in Schupfart AG.

Ein Jäger erschoss Katze Wuschel im Oktober 2015 im Garten ihres Herrchens in Schupfart AG.

Screenshot Tele M1
Es handelte sich um ein tödliches Missverständnis: Der Jäger war einem kranken Fuchs auf den Fersen, der durch das Quartier strich.

Es handelte sich um ein tödliches Missverständnis: Der Jäger war einem kranken Fuchs auf den Fersen, der durch das Quartier strich.

Screenshot Tele M1
Als er die rote Katze sah, glaubte er, es handle sich um diesen Fuchs - und drückte ab.

Als er die rote Katze sah, glaubte er, es handle sich um diesen Fuchs - und drückte ab.

Screenshot Tele M1

Es war eine fatale Verwechslung: Jäger Werner Erni war im Oktober 2015 in einem Quartier in Schupfart AG einem kranken Fuchs auf der Spur. Plötzlich glaubte er, das Tier ausfindig gemacht zu haben – und drückte ab. Das Tier war sofort tot. Doch er hatte entgegen seiner Annahme nicht auf einen Fuchs geschossen, sondern auf die rote Hauskatze Wuschel.

«Ich habe das Tier für den im Quartier gesuchten Fuchs gehalten», sagte der Jäger damals zur «Aargauer Zeitung». Er begreife nicht, wie ihm ein solcher Fehler habe unterlaufen können. Die Besitzer von Wuschel zeigten den Jäger an. Dieser erhielt darauf einen Strafbefehl.

Einsprache gegen Busse

Die Staatsanwaltschaft verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen und einer Busse von 600 Franken wegen fahrlässiger Tierquälerei und Verstosses gegen das Jagdgesetz.

Jäger Werner Erni akzeptiert das Urteil aber nicht und hat Einsprache erhoben. Nun wird sich ein Gericht mit dem Fall auseinandersetzen. Die Besitzer von Wuschel hoffen nun sogar auf eine härtere Strafe, wie sie gegenüber Tele M1 sagten.

Jäger Erni hat das Gewehr mittlerweile an den Nagel gehängt. Der Jagdgesellschaft Schupfart gehört er nicht mehr an und das Jagdpatent hat er freiwillig abgegeben, wie der «Aargauer Zeitung» beim Amt für Jagd und Fischerei bestätigt wurde.

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