Jagd auf El-Kaida: 100 pakistanische Soldaten getötet

Aktualisiert

Jagd auf El-Kaida: 100 pakistanische Soldaten getötet

Pakistanische Truppen und mutmassliche El-Kaida-Kämpfer haben sich in den letzten Tagen an der Grenze zu Afghanistan schwere Gefechte geliefert.

Mindestens 45 Soldaten wurden getötet oder als vermisst gemeldet.

Allein am Montag und Dienstag seien mindestens elf Soldaten bei Angriffen getötet worden, sagten pakistanische Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP. Laut Diplomaten könnte die Zahl der getöteten Soldaten seit Beginn der Militäroffensive vor einer Woche bei insgesamt 60 bis 100 liegen.

Unklar war zunächst, ob die Angreifer zu den islamischen Extremisten gehörten, die sich seit Donnerstag in zwei Ortschaften südlich von Wana verschanzen und von der pakistanischen Armee eingekesselt sind. Es soll sich überwiegend um Tschetschenen und Usbeken handeln.

Etwa tausend Menschen protestierten am Dienstag mit einer Strassenblockade zehn Kilometer südwestlich von Peschawar gegen die Militäraktion. Auf Plakaten waren anti-amerikanische Sprüche wie «Nieder mit Amerika» und «Die USA sind die grössten Terroristen der Welt» zu lesen.

Ein bei der Demonstration anwesender Stammesführer warnte vor einem Aufstand, sollte die Regierung in Islamabad ihren Einsatz in der Stammesregion nicht beenden.

Die schwer bewaffneten Paschtunen-Stämme im Grenzgebiet zu Afghanistan haben jahrhundertelang nahezu unabhängig von staatlichem Einfluss gelebt. Sie sympathisieren mit El Kaida und den radikalislamischen Taliban. Den pakistanischen Soldaten werfen sie vor, Häuser zerstört und Zivilisten getötet zu haben.

(sda)

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