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Hinterhalt befürchtetJagd nach Christopher Dorner geht weiter

Wegen starken Schneefalls in den Bergen von Kalifornien mussten Hubschrauber zuletzt am Boden bleiben. Schwer bewaffnete Spezialeinheiten bleiben dem mutmasslichen Mehrfachmörder auf den Fersen.

Den vierten Tag in Folge hat die Polizei in den kalifornischen Bergen ihre Grossfahndung nach einem Ex-Polizisten und mutmasslichen Mehrfachmörder fortgesetzt. Während Hubschrauber mit Wärmebildkameras wegen des pausenlosen Schneefalls zuletzt am Boden bleiben mussten, durchsuchten Tausende schwer bewaffnete Polizisten die weitläufige Gegend, teils zu Fuss und in Tarnanzügen.

Der ausgebrannte Lastwagen des flüchtigen Christopher Dorner war am Donnerstag in einem Skiort gefunden worden. Versuche, der Spur des Mannes zu folgen, waren gescheitert. Schwerpunkt der Suche ist die Gebirgsregion 80 Kilometer östlich von Los Angeles. Die Sicherkräfte fürchten, dass der militärisch geschulte Ex-Polizist Fallen stellen könnte: «Er kann hinter jedem Baum sein», sagte Polizeitaktik-Experte Gregory Hill. Möglicherweise versuche der Mann, Polizisten in einen Hinterhalt zu locken.

Der 33-Jährige hatte seinen Ex-Kollegen aus Wut über seine Entlassung mit «Krieg» gedroht. Er wird verdächtigt, in den vergangen Tagen drei Menschen getötet zu haben - ein Opfer war die Tochter eines früheren Vorgesetzten. Im Online-Netzwerk Facebook hatte sich der Mann selbst mit der Tat in Verbindung gebracht und seinen Ex-Kollegen gedroht: Er werde «eine unkonventionelle und asymmetrische Art von Krieg über Personen in der Polizeiuniform von Los Angeles bringen, egal ob sie im Dienst sind oder nicht».

Der frühere Polizist, der militärisches Training absolviert hat, war im Jahr 2008 wegen angeblicher Falschaussagen entlassen worden. Er ist nach Angaben des Polizeichefs von Los Angeles mit mehreren Waffen unterwegs, darunter ein Sturmgewehr. (sda)

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