Jahrestag des Tsunamis: Gedenken in Thailand
Aktualisiert

Jahrestag des Tsunamis: Gedenken in Thailand

Mit der Wasserung eines mit Blumen beladenen Bootes haben am Strand von Bang Niang im Süden Thailands die Feierlichkeiten zum ersten Jahrestag der Tsunami-Katastrophe am Indischen Ozean begonnen.

Auch westliche Touristen mischten sich am Samstag unter die Trauernden, die in dem vogelförmigen Boot Kerzen anzündeten und Weihrauch versprühten, um nach örtlichem Glauben böse Geister abzuwehren. Die Zeremonie bildete den Auftakt zu den weltweiten Gedenkfeiern für die mindestens 216.000 Opfer der Flutwelle vom 26. Dezember vergangenen Jahres.

In der indonesischen Provinz Aceh, die am schwersten von der Katastrophe betroffen war, reparierten Arbeiter am Samstag die Minarette eine Moschee aus dem 16. Jahrhundert, um sie für die geplante Zeremonie am kommenden Montag in einen besseren Zustand zu versetzen. In Aceh ebenso wie in Sri Lanka zogen die Behörden derweil eine gemischte Bilanz der Wiederaufbauarbeiten nach dem Tsunami sowie dessen Auswirkungen auf den regionalen Friedensprozess. In beiden Fällen galt der Erfolg als eher mässig.

Die Behörden in Aceh erklärten, nur 20 Prozent der seit einem Jahr Obdachlosen hätten inzwischen ein neues Zuhause gefunden. Auch seien die Spuren der Verwüstung noch überall gegenwärtig. Zumindest kam es infolge der Katastrophe zu einem Waffenstillstand zwischen der Regierung in Jakarta und den Separatisten in Aceh. In Sri Lanka hingegen löste der Kampf um die Verteilung von Hilfsgütern neue Konflikte zwischen der Regierung und den Befreiungstigern von Tamil Eelam aus. (dapd)

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