Neat-Zwischenbilanz: Jahrhundertbauwerk auf Kurs

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Neat-ZwischenbilanzJahrhundertbauwerk auf Kurs

Die Aufsichtsdelegation der Räte blickt auf eines der erfreulichsten Jahre bei der NEAT zurück. Kosten- und Terminprognosen sind seit zwei Jahren stabil und die Risiken leicht zurückgegangen.

Nach der Ausklammerung des Zimmerbergtunnels, des Hirzeltunnels und der Zufahrtsstrecken zur Gotthard-Achse werden die NEAT-Kosten per Ende 2008 auf 18,685 Milliarden Franken geschätzt (Preise 1998, ohne Teuerung, MWST und Bauzinsen). Der auf 19,1 Milliarden aufgestockte Gesamtkredit ist seit Mitte September 2008 in Kraft.

Risiko ist kleiner geworden

Die Behörden gehen davon aus, dass die NEAT bis Projektende ausfinanziert ist. Die Risikoanalyse zeigt ein Gefahrenpotenzial von 1,7 Milliarden und ein Chancenpotenzial von 1,5 Milliarden Franken. Das geologische Risiko hat sich leicht verringert, doch sind die Gefahren wegen der angespannten Wirtschaftslage etwas höher.

Bei den meisten Abschnitten des Gotthard-Basistunnels stellt die NAD erfreuliche Fortschritte fest. Die Inbetriebnahme des Tunnels ist weiterhin auf Dezember 2017 geplant. Sie könnte sich bestenfalls auf Ende 2016 und im ungünstigsten Fall auf Mitte 2020 verschieben. Beim Ceneri-Basistunnel droht schlimmstenfalls eine Verschiebung von Dezember 2019 auf Dezember 2022.

Auf den NEAT-Baustellen gab es letztes Jahr keinen tödlichen Unfall, doch stiegen die Unfallzahlen seit Jahresmitte leicht an. Wie eine von der NAD veranlasste Erhebung ergab, häufen sich die Unfälle im mittleren Drittel der Arbeitsschicht. Die NAD sieht im leichten Trend zur Zunahme der Unfälle gegen das Schichtende ein Indiz für die Bedeutung von Ruhepausen.

(sda)

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