Jahrhundertflut in Neuseeland
Aktualisiert

Jahrhundertflut in Neuseeland

Die schlimmsten Überschwemmungen in Neuseeland seit 100 Jahren haben Tausende von Menschen in die Flucht getrieben oder von der Aussenwelt abgeschnitten. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen.

Seit vier Tagen gingen in Neuseeland für die derzeit herrschende Sommerjahreszeit ungewöhnlich starke Regenfälle nieder, die teilweise auch am Dienstag anhielten. Flüsse wurden zu reissenden Strömen. Mehrere Häuser wurden unterspült oder fortgerissen.

Die Stadt Waitotara auf der Nordinsel stand am Dienstag fast vollständig unter Wasser. In den Regionen von Rangitikei und Manawatu warteten Hunderte von Menschen seit drei Tagen in Schulen und Hallen auf eine Normalisierung der Lage.

Helfer bemühten sich, zahlreiche unterbrochene Verkehrsverbindungen auch rund um die Hauptstadt Wellington wieder freizumachen. Die Strom- und Wasserversorgung und Telefonverbindungen seien vielfach unterbrochen. In Wellington wurde ein Hafengebäude durch einen Erdrutsch zerstört.

Vorübergehend evakuiert

Mindestens 1000 Menschen mussten am Dienstag in Picton auf der Südinsel vorübergehend in Sicherheit gebracht werden, da ein Staudamm zu brechen drohte. Nachdem Techniker den Damm inspiziert und gesichert hatten, konnten die Menschen nach Hause zurückkehren.

«Manche Bauern haben alles verloren», sagte Tom Lambie, Präsident des Bauernverbands. Viele seien mit Helikoptern von ihren Dächern gerettet worden. Die Behörden warnten vor durch Tierkadaver verunreinigtem Wasser.

(sda)

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