Aktualisiert 06.08.2018 16:14

Mit 73 Jahren

«Jahrhundertkoch» Joël Robuchon ist tot

Der französische Starkoch Joël Robuchon ist im Alter von 73 Jahren in Genf gestorben. Er soll dem Krebs erlegen sein.

von
bla
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Der französische Starkoch Joël Robuchon ist im Alter von 73 Jahren an Krebs gestorben.

Der französische Starkoch Joël Robuchon ist im Alter von 73 Jahren an Krebs gestorben.

epa/Paul Hilton
Der Franzose hatte 31 «Michelin»-Sterne, mehr als jeder andere Koch. Er...

Der Franzose hatte 31 «Michelin»-Sterne, mehr als jeder andere Koch. Er...

epa/Arnold Jerocki
...betrieb Spitzenrestaurants in Paris und anderen Grosstädten.

...betrieb Spitzenrestaurants in Paris und anderen Grosstädten.

AP/Michel Euler

Er wurde mit Kartoffelpüree berühmt und hatte weltweit die meisten «Michelin»-Sterne: Nun ist der französische Starkoch Joël Robuchon im Alter von 73 Jahren gestorben, wie Regierungssprecher Benjamin Griveaux am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Er nannte ihn einen «visionären Koch».

Von Paris bis Shanghai habe Robuchon die französische Gastronomie «zum Strahlen gebracht», schrieb Griveaux. «Er wird die junge Generation von Köchen auch weiterhin inspirieren.» Nach Angaben der Zeitung «Le Figaro» erlag der Spitzenkoch in Genf den Folgen eines Krebsleidens.

Mehr «Michelin»-Sterne als jeder andere Spitzenkoch

Berühmt wurde Robuchon zu Beginn der 1980er-Jahre mit einem scheinbar einfachen Gericht: Kartoffelpüree. Dafür nehme er nur die allerbesten Zutaten, verriet der Koch. Im Laufe seines Lebens sammelte er mit seinen Gourmettempeln dann insgesamt 31 «Michelin»-Sterne, so viele wie kein anderer Spitzenkoch.

Der Gourmetführer «Gault Millau» kürte Robuchon 1990 zum «Koch des Jahrhunderts» - gemeinsam mit Frankreichs Gourmet-«Papst» Paul Bocuse, dem Österreicher Eckart Witzigmann und dem Schweizer Frédy Girardet. Dennoch blieb Rebuchon dem breiten Publikum weniger bekannt als Bocuse, der im Januar im Alter von 91 Jahren verstarb.

Spitzenrestaurant in Genf

In Paris betrieb Robuchon zwei Spitzenrestaurants unter dem Namen L'Atelier. Der verstorbene deutsche Gourmetkritiker Wolfram Siebeck lobte einmal deren «Kombination von feinster Qualität, höchster Präzision und ungewohnter Delikatesse», gepaart «mit der Funktionalität eines grossstädtischen Lunchcounters». Feinschmecker konnten Robuchons Kreationen unter anderem auch in New York, Las Vegas, London, Tokio und Genf kosten.

(bla/afp)

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