Aktualisiert 27.10.2009 12:36

HochwasserschutzJahrhundertprojekt soll die Aare zähmen

Die Aare zwischen Thun und Bern soll in den nächsten 25 Jahren mehr Platz erhalten. Ziel dieses über 100 Millionen Franken teuren Projekts ist ein besserer Hochwasserschutz. Nun liegen die Pläne bis Ende November öffentlich auf.

An 25 Stellen in 18 Gemeinden soll das Korsett des Flusses gelockert werden. Der Platzbedarf macht etwa die Fläche von 60 Fussballfeldern aus.

Die Vertreter von Kanton, allen Gemeinden und Verbänden hätten kürzlich das Projekt einstimmig verabschiedet, sagte die kantonale Baudirektorin Barbara Egger-Jenzer am Dienstag vor den Medien in Bern. Das sei ein wichtiger Meilenstein im Jahrhundertprojekt.

Der nachhaltige Hochwasserschutz zwischen Thun und Bern ist eines der grössten und wichtigsten Flussumgestaltungsprojekte in der Schweiz - laut Egger derzeit sogar das grösste. Es geht zurück auf die Hochwasserkatastrophe von 1999.

Die nun aufliegenden Pläne beinhalten auch neue Lösungen, unter anderem für eine umstrittene Aareausweitung in der Berner Elfenau. Dort soll nun der Uferweg - wie seinerzeit vom inzwischen verstorbenen Nationalrat Kurt Wasserfallen gefordert - weiterhin der Aare entlang geführt werden. Dies dank zwei Brücken, die über einen neuen Aarearm führen. (sda)

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