Aktualisiert 02.08.2006 00:04

Jakupovic: «Nur die sportliche Situation ist unbefriedigend»

Eldin Jakupovic (21) hat bei Lokomotive Moskau einen Vertrag bis im Sommer 2010, wartet aber noch auf seine Chance. Der Schweizer U21-Goalie und Ex-Thun-Keeper ist derzeit nur Ersatz.

Eldin Jakupovic, wie geht es Ihnen in Moskau?

Eldin Jakupovic: Mir fehlt es eigentlich an nichts. Ich lebe in einer schönen Vier-Zimmer-Wohnung und werde von einem Chauffeur in die Trainings gefahren. Nur meine sportliche Situation ist frustierend.

Gleich nach Ihrer Ankunft im März spielten Sie die drei ersten Meisterschaftspartien.

Jakupovic: Im Nachhinein war das zu früh. Die Abwehr war neu und nicht abgestimmt. Deshalb verloren wir zweimal. Seither steht der Russe Poljakow im Tor.

Mit ihm hat Lokomotive seit elf Runden nicht mehr verloren.

Jakupovic: Wir haben im Moment extrem viel Glück. Aber Poljakow ist nicht besser als ich.

Haben Sie den Wechsel nach Russland schon bereut?

Jakupovic: Nein, davon bin ich weit entfernt. Trainer Muslin hat mir zuletzt mehrmals angedeutet, dass meine Chance komme. Diese will ich packen.

Wo liegen die Unterschiede zum Schweizer Fussball?

Jakupovic: Hier wird schneller und härter, aber weniger taktisch gespielt. An der Kondition wird zudem extrem hart gearbeitet.

Gibts noch Sprachprobleme?

Jakupovic: Russisch ist nicht so einfach, wie ich gehofft hatte. Letzthin kam ein Monteur wegen meiner kaputten Waschmaschine. Es dauerte über eine Stunde, bis ich ihm erklären konnte, was nicht funktionierte.

Peter Berger

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