Gegen Fussball-Zwerg: Jamaika soll Honduras simulieren
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Gegen Fussball-ZwergJamaika soll Honduras simulieren

Die Schweizer Nationalmannschaft unterzieht sich in Luzern vor ausverkauften Rängen einem ersten WM-Test. Zum zweiten Mal nach 2007 spielt die Nati gegen Jamaika.

von
Sandro Compagno und Eva Tedesco

Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld vor dem Testspiel gegen Jamaika. (Quelle: 20 Minuten)

«Schulreisli!» So lautete der ungeschönte Kommentar von Valon Behrami zur Reise nach Nordamerika, wo die Schweizer Nati im März 2007 auf holprigem Geläuf gegen Kolumbien (1:3) und Jamaika (2:0) anzutreten hatte. Nationaltrainer Köbi Kuhn hatte noch 15 Monate Zeit, seine Nati auf die EM im eigenen Land vorzubereiten und langweilte seine Stars mit einem inhaltsleeren Trainingslager.

Etwas, das für seinen Nachfolger Ottmar Hitzfeld nicht gilt. Der 65-Jährige hat noch 16 Tage Zeit, ehe seine Nati gegen Ecuador in die WM startet. Zwei Testspiele stehen noch an, am Dienstag gegen Peru und am Freitagabend gegen Jamaika. «Physisch und technisch stark, schnell, mit grossem Kämpferherzen» seien die Karibik-Kicker, lobt Hitzfeld die Nummer 81 des Fifa-Rankings, welche die Spielweise des dritten Schweizer Gruppengegners Honduras darstellen sollen, vor allem deren Härte. Vor vier Jahren hatte Costa Rica diese Rolle übernommen, die Schweiz unterlag in Sion nach schwachem Spiel 0:1. Jamaikas Nationaltrainer Winnie Schäfer, ein langjähriger Bekannter von Hitzfeld, hat sein System extra von 3-5-2 auf 4-4-2 umgestellt.

Hitzfeld spielt wohl mit Quali-Elf

Die Nati habe in den letzten Tagen in Weggis «unglaublich intensiv trainiert», versichert Hitzfeld. Man habe auch auf das Spiel gegen Jamaika keine Rücksicht genommen und die Intensität nicht reduziert. Es ist davon auszugehen, dass Hitzfeld jene Elf starten lässt, die am 15. Juni gegen Ecuador auf dem Platz stehen soll, also mit Granit Xhaka hinter der einzigen Sturmspitze Josip Drmic. Zwar aspiriert auch Admir Mehmedi auf die Rolle des «Zehners», doch dürfte Hitzfeld den in Mönchengladbach unter Druck geratenen Xhaka kaum bei erster Gelegenheit desavouieren.

Obgleich Hitzfeld den grossen Konkurrenzkampf in seinem 23-Mann-Kader hervorhebt, sind die Positionen nicht erst seit gestern besetzt. Gegen Jamaika sicher nicht dabei sind Mario Gavranovic (Fuss vertreten) und Tranquillo Barnetta (Muskelfaserriss).

2014 folgte auf die Serie von schwachen Testspielen der sensationelle WM-Sieg gegen Spanien. Das Resultat wird auch heute gegen Jamaika einigermassen nebensächlich sein, doch will man den rund 17'000 in der ausverkauften Swissporarena mehr bieten als ein 0:1 gegen einen Fussball-Zwerg.

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