Aktualisiert 27.03.2013 18:30

Tiefseetauglich

James Cameron verschenkt sein U-Boot

Mit der «Deepsea Challenger» erreichte er als der erst dritte Mensch den tiefsten Punkt der Erde. Jetzt vermacht Star-Regisseur James Cameron sein 10-Millionen-Dollar-U-Boot einem Forschungsintstitut.

von
jcg

Ein Jahr nach seiner Rekordtauchfahrt auf den Grund des Marianengrabens gibt Hollywood-Regisseur James Cameron sein U-Boot «Deepsea Challenger» an das ozeanographische Forschungsinstitut in Woods Hole im US-Bundesstaat Massachusetts ab. Das von Cameron entwickelte und finanzierte U-Boot soll weiter der Tiefseeerkundung dienen.

Der Kanadier hatte rund zehn Millionen Dollar aus eigener Tasche in das Tauchprojekt gesteckt, berichtete die «New York Times». Cameron war im März 2012 als erster Mensch allein in dem sieben Meter langen U-Boot in das Challengertief im Westpazifik hinuntergetaucht. Dort sammelte er Daten und Proben und filmte die Tiefseewelt.

Sein U-Boot brauchte zwei Stunden und 36 Minuten, um auf 10'898 Meter hinabzutauchen. Vor ihm waren 1960 nur der Schweizer Tiefseeforscher Jacques Piccard und der Amerikaner Don Walsh so tief in den Marianengraben vorgedrungen.

Cameron gilt als Fan der Tiefsee und ist Dutzende Male einige tausend Meter tief getaucht. Er hatte auch das Wrack der «Bismarck» im Nordatlantik besucht und eine Dokumentation über das im Zweiten Weltkrieg von der britischen Royal Navy versenkte deutsche Schlachtschiff gedreht.

Er unternahm zudem etliche Tiefsee-Expeditionen zum Wrack des 1912 untergegangenen Luxus-Liners «Titanic». Das Schiff war nach der Kollision mit einem Eisberg im Nordatlantik auf etwa 3800 Meter gesunken.

TV-Beitrag von National Geographic zur Rekordfahrt von James Cameron am 26. März 2012. (Video: YouTube/NationalGeographic) (jcg/sda)

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