Aktualisiert 13.05.2019 08:11

Knatsch unter Beauty-Youtubern

James Charles verliert über zwei Millionen Fans

Der Beauty-Youtuber hat Beef mit seiner ehemaligen Mentorin. Übers Wochenende hat er darum einen Achtel seiner Subscriber verloren. Wir rollen das Drama auf.

von
shy

Am Sonntagnachmittag haben wir in Echtzeit verfolgt, wie James Charles Youtube-Abonnenten verliert. Innerhalb dieser zwei Minuten sind fast 1000 Subscriber abgesprungen. <i>(Video: 20 Minuten)</i>

Die Akteure

Der Amerikaner James Charles ist erst 19 und bereits einer grössten Beauty-Influencer des Planeten – 2016 wurde er zum ersten männlichen Werbegesicht von Covergirl.

Beauty-Youtuber-Pionierin Tati Westbrook (37) nahm ihn früh unter ihre Fittiche, beide sind Millionen an Youtube-Abonnenten schwer. Nun hat sie ihm in einem öffentlichen Statement die Freundschaft gekündigt.

Der Auslöser

Ausgelöst wurde der Streit zwischen den beiden gemäss Eonline.com durch einen Coachella-Post von James. In seiner Insta-Story promotete er am 22. April Vitamine der Marke Sugar Bear Hair Care, einem direkten Konkurrenten von Tatis eigenem Brand Halo Beauty.

Via Insta machte sie ihrem Ärger darüber Luft, sagte, dass sie sich «benutzt» fühle – nannte aber keinen Namen. Die Follower der beiden zählten jedoch Eins und Eins zusammen.

Die Videos

Der Konflikt brodelte daraufhin hinter den Kulissen weiter. Bis Beautuber (jep, ein Kofferwort aus Beauty und Youtuber) Gabriel Zamora (26) Tati vor rund einer Woche in einem Video vorwarf, James absichtlich schlecht dastehen zu lassen, um Aufmerksamkeit für sich zu generieren.

(Quelle: Youtube/Gabriel Zamora)

Das brachte bei Tati offensichtlich das Fass zum Überlaufen und sie postete ein 43-minütiges Video, in dem sie ausführlich über ihr Verhältnis zu James spricht, sein Verhalten anprangert und ihm schliesslich die Freundschaft kündigt.

(Quelle: Youtube/Tati)

Daraufhin lud James einen rund achtminütigen Clip hoch und entschuldigte sich bei Tati «für alles, was in den vergangenen Wochen passiert ist». Sowohl seines als auch Tatis Video hatten innert Kürze um die 25 Millionen Views.

(Quelle: Youtube/James Charles)

Die Vorwürfe nehmen zu

Abgesehen von seinem unkollegialen Verhalten ihr gegenüber störe sie an James vor allem Folgendes, wie Tati in ihrem Video sagt: «Er sorgt immer dafür, dass er bekommt, was er will.»

Das schliesse auch sexuelle Avancen mit ein – ganz egal, ob die Männer, auf die er es abgesehen hat, homo- oder heterosexuell und wie alt sie sind. «Diese Scheisse» werde die Leute, die er online angegraben hat, «ihr Leben lang verfolgen».

Popsängerin Zara Larsson (21) twitterte, dass James Charles ihren festen Freund mehrmals via Instagram-DMs angemacht habe, obwohl er genau wisse, dass dieser hetero ist:

Youtuber Sebastian Williams postete in der Nacht auf Sonntag ein Video, in dem er Posts und Nachrichten diverser Leute zeigt, die James ebenfalls sexuell angegangen und manipuliert haben soll.

(Quelle: Youtube/Sebastian Williams)

Am späten Sonntagabend schon er via Twitter diese Screenshots nach, auf denen der berühmte Beauty-Influencer Jeffree Star (33) James als «Bedrohung für die Gesellschaft» bezeichnet und dass alles, was Tati gesagt habe, «zu 100 Prozent stimmt»:

Die Follower flüchten

Seinen Followern und Abonnenten schmecken diese Vorwürfe gar nicht. Und so hat James Charles seit Freitag schon über zwei Millionen Youtube-Subscriber verloren. Vor dem freien Abonnenten-Fall hatte er mehr als 16,5 Millionen Subscriber – es ist also bereits ein Achtel von ihnen abgesprungen.

Auf Instagram ist die Situation noch nicht ganz so dramatisch: Dort hat James etwa 700'000 Follower verloren und ist aktuell immer noch auf 15,5 Millionen. Allerdings haben laut Newsweek.com auch grosse Social-Media-Stars wie Kylie Jenner, Jeffree Star, Shawn Mendes, Demi Lovato und Miley Cyrus auf den Unfollow-Button gedrückt – deren Fans dürften sich nun ein Beispiel an ihnen nehmen.

Was James Charles bislang an Anhängern auf Youtube und Insta verloren hat, hat Tati Westbrook auf denselben Plattformen übrigens ziemlich genau zugelegt. Wer aus diesem Streit als «Gewinner» hervorgeht, ist also jetzt schon klar.

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