Aktualisiert 18.05.2005 21:21

Interview

James: «In Cornwall ist es unmöglich, trendy zu sein»

In England werden Thirteen Senses als coole neue Pop-Sensation gefeiert. Im Gespräch mit 20 Minuten waren Frontmann Will South (22) und Drummer Brendon James (21) aber erfrischend unbritisch.

Jungs in eurem Alter wollen meist wild rocken. Euer Debüt «The Invitation» ist jedoch von harmonischer Schönheit wie die Landschaft von Cornwall...

Will South (fällt ins Wort): Sicher hat unsere Umgebung Einfluss. Es ist so wunderschön da, friedlich und ruhig – nicht nur die Lanschaft. Wir haben keine Wut im Bauch.

Brendon James (lachend): Obwohl, gestern bin ich in der engen Tourbus-Koje aufgewacht, weil einer im Schlaf wild um sich schlug – den Namen nenn ich jetzt nicht.

Da hat sich vielleicht einer genervt, dass es immer heisst: Thirteen Senses, die neuen Starsailor oder Keane.

James: Vergleiche sind ja nur da, um Leute auf etwas aufmerksam zu machen.

Wollt ihr nicht lieber als eigener Charakter gelten?

South: Wir machen einfach weiter. Sind wir gut, wird die nächste Generation Bands als neue Thirteen Senses betitelt.

Oder ihr sucht euch irgendein unverwechselbares Image, wie es britische Bands oft tun?

South: Die Musik sollte eigentlich reichen – und hey! Wir sind aus Cornwall. Es ist unmöglich, da trendy zu werden. Londoner funktionieren anders. Die überlegen beim Aufwachen als Erstes, mit welchen coolen Jeans sie wohl heute am besten die Strasse runterstolzieren.

James: Leute aus Cornwall zerbrechen sich darüber nicht den Kopf und schlafen lieber etwas länger.

Interview: Olivier Joliat

20 Uhr, Abart-Club, Zürich. Support Neviss (LU).

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