Aktualisiert 07.01.2008 22:41

Januar als Schuldenmonat

Während der Festtage schlagen viele Zürcher über die Stränge und müssen darum im Januar den Gürtel enger schnallen.

Ein Festessen an Heiligabend, Weihnachtsgeschenke für die Kinder, ein Ausflug in die Berge: Im Dezember sitzt vielen das Portemonnaie besonders locker, und ehe man sich versieht, ist mehr als der Dezember- und der 13. Monatslohn zusammen verprasst. Im Januar klafft bei vielen ein Loch im Konto, und sie sacken ins berüchtigte Januarloch. «Im Dezember kümmern sich jeweils viele weniger um ihre Finanzen», weiss Lilo Stoffel von der Zürcher Fachstelle für Schuldenfragen.

Isabelle Herrmann von der Budgetberatung PlusMinus macht ähnliche Erfahrungen: «Der Januar ist prekär.» Den Ausweg aus dem Dilemma sehen viele in einer Schuldenberatung. «Im Moment haben wir besonders viel zu tun», so Stoffel.

Vor allem bei Personen, die schon lange mit Geldproblemen kämpfen, bringen die Festtage das Fass zum Überlaufen. «Um einen Weg aus der Finanzmisere zu finden, muss als erstes ein Überblick über die Finanzprobleme gewonnen werden», sagt Stoffel. Wie das Januarloch gänzlich zu vermeiden ist, weiss Suzanne Schärli von Caritas: «Wer geschickt ist, nutzt lediglich den 13. Monatslohn für die Ausgaben im Dezember.»

Yvonne Eisenring

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