Aktualisiert 15.05.2007 07:50

Japan bleibt im Irak

Die japanische Mission im Irak soll fortgesetzt werden. Das Unterhaus in Tokio beschloss, den Einsatz von Transportflugzeugen für humanitäre Lieferungen um zwei Jahre zu verlängern.

Die Stationierung von Bodentruppen zu humanitären Zwecken wurde im Juli 2006 aufgegeben, doch sind Soldaten der Luftwaffe in Kuwait vor Ort, um eine Luftbrücke nach Bagdad aufrecht zu erhalten.

Kampfeinsätze japanischer Truppen sind nach der Verfassung von 1947 nicht erlaubt. Am Montag beschloss jedoch das Oberhaus, dass bis 2010 ein Referendum zur Revision dieser pazifistischen Klausel durchgeführt werden soll. Das Unterhaus hat dieselbe Vorlage schon im vergangenen Monat gebildet. Die Abstimmungen gelten als politischer Triumph für Ministerpräsident Shinzo Abe, der eine stärkere Rolle der japanischen Streitkräfte bei internationalen Einsätzen anstrebt. (dapd)

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