31.07.2019 13:51

Organspender

Japan erlaubt das Züchten von Mensch-Tier-Hybriden

Es klingt nach dem Anfang eines Horrorfilms. Doch die Meldung aus Japan ist ernst gemeint: Dort darf jetzt an Mischwesen geforscht werden.

von
fee

Ein Japaner darf als weltweit erster Forscher Mensch-Tier-Chimären erzeugen und bis zur Geburt wachsen lassen. Die Regierung in Tokio hat dem Antrag auf ein entsprechendes Projekt stattgegeben und möchte es auch fördern.

Wie unter anderem das News-Portal des Fachjournals «Nature» berichtet, soll der Wissenschaftler künftig menschliche Zellen in Tierembryonen einsetzen und diese in Muttertiere einpflanzen dürfen. Diese wiederum sollen die daraus enstehenden Mensch-Tier-Chimären dann auch austragen dürfen.

Kürzere Wartezeiten für Organspendenempfänger

Mithilfe dieser Mischwesen hoffen die Wissenschaftler um den Stammzellbiologen Hiromitsu Nakauchi von den Universitäten von Stanford und Tokio, dereinst menschliche Organe züchten zu können, die dann transplantiert werden können. Kritiker zweifeln jedoch an der Machbarkeit des Vorhabens.

Ganz neu ist diese Art Forschung nicht. Allerdings durften Wissenschaftler bisher noch nie so weit gehen: Bislang durften die Muttertiere die Hybridwesen in ihrem Bauch nicht austragen. Bisher war auch in Japan nach 14 Tagen Schluss und die Forscher mussten einen Abbruch provozieren.

Der neue Beschluss ändert das. Als Erstes, so schreibt unter anderen ScienceAlert.com, plant Nakauchi, Hybridratten 15,5 Tage in einem Muttertier heranzuzüchten. Die Organe der Tiere seien dann fast vollständig ausgebildet.

Wie so ein Experiment ablaufen soll, verrät das obige Video.

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