Aktualisiert 31.07.2007 04:13

Japan hielt sich 200'000 Sex-Sklavinnen

Das US-Repräsentantenhaus hat von Japan eine Entschuldigung dafür gefordert, dass das Land im Zweiten Weltkrieg zehntausende Frauen zur Prostitution gezwungen hat.

Die nicht- bindende Resolution des Hauses vom Montag stellt eine sehr seltene Rüge der USA für ihren engsten Verbündeten in Asien dar.

Geschichtswissenschaftler gehen davon aus, dass vor und während des Weltkriegs mehr als 200'000 Frauen dazu gezwungen wurden, in Bordellen der japanischen Armee als Sexsklavinnen zu arbeiten. Die Frauen kamen vorwiegend aus Korea und China, aber auch aus Thailand, Vietnam, Malaysia, Indonesien und den Philippinen.

Im März hatte Japans Ministerpräsident Shinzo Abe die Nachbarländer verärgert, indem er die Rolle des japanischen Staates bei der Zwangsprostitution in Zweifel zog. Japan hatte 1993 eine staatliche Verwicklung in die Zwangsprostitution eingeräumt.

(sda)

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