Japan jagt wieder Wale zu «Forschungszwecken»
Aktualisiert

Japan jagt wieder Wale zu «Forschungszwecken»

Ungeachtet scharfer internationaler Proteste ist eine japanische Walfangflotte am Dienstag in den nordwestlichen Pazifik ausgelaufen. Sie will in den nächsten Monaten bis zu 260 Zwerg-, Sei-, Pott- und Bryde-Wale «zu Forschungszwecken» töten.

Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, sollen unter anderem Daten zum Mageninhalt der Meeressäuger und chemische Giftstoffe in den Tieren gesammelt werden. Nach der Rückkehr der Fangflotte Mitte September wird das Fleisch ab November auf dem Fischmarkt verkauft - um damit die nächste Fangflotte zu finanzieren.

Ungeachtet eines 1986 verhängten Stopps für den kommerziellen Walfang umgeht Japan dieses Moratorium unter dem Deckmantel des «wissenschaftlichen» Walfangs. Vergangenes Jahr hatte Japan die Fangquote für Zwergwale mehr als verdoppelt und zwischen November und März in der Antarktis 853 Tiere getötet.

Zudem wurde die Jagd erstmals auch auf Finn- und Buckelwale ausgeweitet. Beide gehören zu den stark gefährdeten Arten. Japan erklärt die Quotenerhöhung mit einer angeblichen Erholung der Bestände der Wale. (sda)

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