Nach jahrelangem Streit - Japan leitet kontaminiertes Wasser von Fukushima ins Meer
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Nach jahrelangem StreitJapan leitet kontaminiertes Wasser von Fukushima ins Meer

Der Entscheid, das Kühlwasser des beschädigten Atomreaktors vom Jahr 2011 ins Meer abzulassen, löst Proteste bei Umweltaktivisten, Fischern und Landwirten der Region aus.

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Japan wird Fukushima-Wasser ins Meer leiten: Premier Yoshihide Suga in Tokio am 12. April 2021. 

Japan wird Fukushima-Wasser ins Meer leiten: Premier Yoshihide Suga in Tokio am 12. April 2021.

Foto: Yoshitaka Sugawara/Kyodo News via AP (Keystone)
Die Bekanntgabe hat in Japan Proteste ausgelöst, wie hier vor dem Büro des Premiers in Tokia am 13. April 2021. 

Die Bekanntgabe hat in Japan Proteste ausgelöst, wie hier vor dem Büro des Premiers in Tokia am 13. April 2021.

Foto: Eugene Hoshiko (Keystone)
Auch ausserhalb Japans kommt es zu Demonstrationen, wie hier in Seoul, Südkorea, nahe der japanischen Botschaft. (13. April 2021) 

Auch ausserhalb Japans kommt es zu Demonstrationen, wie hier in Seoul, Südkorea, nahe der japanischen Botschaft. (13. April 2021)

Foto: Jeon Heon-Kyun (Keystone)

Darum gehts

  • Das kontaminierte Wasser vom Fukushima-Unglück im Jahr 2011 wird ins Meer abgelassen.

  • Dies führt zu Protesten bei Umweltschützern sowie Landwirten und Fischern der Region.

  • Im Wasser bleibt ein radioaktiver Stoff zurück, dieser sei laut Experten für Menschen aber nur in sehr hohen Dosen schädlich.

Japan wird über eine Million Tonnen aufbereitetes Wasser aus dem Unglücksreaktor von Fukushima ins Meer leiten. Regierungschef Yoshihide Suga gab diese Entscheidung zur Entsorgung des Wassers am Dienstag bekannt. Die Pläne haben bereits Proteste bei Umweltschützern, Fischern und Landwirten der Region ausgelöst sowie Besorgnis in Peking und Seoul. Das Ablassen des Wassers wird voraussichtlich Jahre dauern.

Die Entscheidung soll einen jahrelangen Streit um hunderttausende Tonnen Wasser beenden, das unter anderem zur Kühlung der Atomanlage nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im Jahr 2011 verwendet worden war. Das Wasser wurde nach japanischen Angaben einem umfangreichen Filterungsprozess unterzogen, um die meisten radioaktiven Isotope zu entfernen. Das Isotop Tritium bleibt dabei jedoch zurück. Für Menschen ist es laut Experten nur in sehr hohen Dosen schädlich. Das Wasser soll ausserdem noch verdünnt werden.

Rund 1,25 Millionen Tonnen Wasser

Aktuell haben sich rund 1,25 Millionen Tonnen Wasser in der Anlage von Fukushima angesammelt. Die Internationale Atomenergiebehörde hat den Vorschlag für das Ablassen des aufbereiteten Fukushima-Wassers bereits gebilligt.

Das am Meer gelegene Atomkraftwerk Fukushima war kurz nach einem schweren Erdbeben am 11. März 2011 von einer fast 15 Meter hohen Tsunami-Wasserwand getroffen worden. Das Kühlsystem des Kraftwerks fiel aus, in drei der sechs Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Die Katastrophe verwandelte umliegende Orte in Geisterstädte. Es war das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.

(APF)

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