Tabellen am Limit: Japaner macht Kunst mit Microsoft Excel
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Tabellen am LimitJapaner macht Kunst mit Microsoft Excel

Tatsuo Horiuchi ist ein aussergewöhnlicher Mann: Der 73-jährige Japaner malt traditionelle japanische Motive und nutzt dafür Microsofts Tabellenkalkulationssoftware Excel.

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tob

«Ich habe Excel nie gebraucht, um damit zu arbeiten, aber ich habe anderen Leuten dabei zugeschaut, wie sie damit schöne Diagramme gemacht haben», sagte der 73-jährige Künstler Tatsuo Horiuchi gegenüber der japanischen Website PC Online. Also habe er sich gedacht: «Damit kann ich bestimmt gut zeichnen.»

Vor 13 Jahren, kurz vor seiner Pensionierung, entschied Horiuchi, dass er eine neue Herausforderung in seinem Leben braucht. Kurzerhand kaufte sich der Japaner einen Computer und fing an, mit der Tabellenkalkulationssoftware Excel zu experimentieren.

MS Paint taugte nichts

«Grafiksoftware ist teuer, aber Excel ist bei den meisten Computern bereits installiert», begründet der 73-Jährige die ungewöhnliche Wahl des Zeichenprogrammes. Daneben habe er auch versucht, mit Microsoft Word oder MS Paint Bilder zu zeichnen. Diese Programme seien aber nur bedingt für seine Zwecke geeignet. Bei Excel nutzt der Künstler die sogenannte Autoshape-Funktion, mit der Flächen eingefärbt und miteinander verbunden werden können.

Im Jahr 2006 staubte er mit seinen Bildern bei einem Excel-Kunstwettbewerb den ersten Preis ab. Mittlerweile ist der Rentner ein angesehener Digitalkünstler und stellt seine Kunst in Galerien und Museen aus. Wer selbst einmal ausprobieren will, wie die Bilder des Japaners aufgebaut sind, kann sich hier ein Original des Meisters herunterladen.

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