Aktualisiert 28.09.2005 00:19

Japaner spürten in 900 Metern Tiefe einen Riesenkalmar auf

Japanische Forscher haben erstmals den sagenumwobenen Riesentintenfisch in freier Wildbahn aufgespürt: Es gelang ihnen, das acht Meter lange Tier in 900 Metern Tiefe zu fotografieren.

Die Forscher liessen vor den Ogasawara-Inseln im Nordpazifik eine Digitalkamera zusammen mit einem Tiefenmesser an einer Leine hinunter, an die sie Haken mit Ködern befestigten.

Um 9.15 Uhr des 30. September 2004 begann schliesslich einer der Riesentintenfische mit seinen 10 Fangarmen in 900 Metern Tiefe einen der Köder unterhalb der Kamera anzugreifen, wie jetzt in einer Fachzeitschrift nachzulesen ist.

Dabei blieb einer seiner beiden vorderen Fangarme am Haken stecken. In den folgenden vier Stunden schoss die Kamera mehr als 550 Digitalbilder vom Tiefsee-Riesen.

Schliesslich riss der Fangarm ab und wurde zusammen mit der Kamera geborgen. Noch an Bord habe sich der 5,5 Meter lange Fangarm immer wieder an den Planken und jedem ihm entgegengestreckten Finger festgesogen.

Anhand der Länge des Armstücks muss das Tier acht Meter lang gewesen sein. Riesentintenfische können sogar bis rund 18 Meter lang werden und sind die grössten lebenden Wirbellosen.

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