15'000 Mal: Japanerin nervt Polizei mit falschen Notrufen
Aktualisiert

15'000 MalJapanerin nervt Polizei mit falschen Notrufen

Rekord waren 927 an einem Tag: Eine Japanerin wählte unzählige Male den Notruf, wollte aber nur reden. Weil sie damit nicht aufhörte, wurde sie jetzt verhaftet. Ihr droht eine Gefängnisstrafe.

von
kko
Eine japanische Frau am Telefon.

Eine japanische Frau am Telefon.

Nach mehr als 15'000 Anrufen auf die Notrufnummer der Polizei ist eine Frau in der japanischen Stadt Sakai festgenommen worden. Weil die 44-jährige Arbeitslose immer wieder bei der Polizei angerufen habe, seien die Beamten etwa 60-mal zu ihr gefahren und hätten sie aufgefordert, Ruhe zu geben, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Nachdem auch das nicht geholfen habe, sei die Frau festgenommen worden.

«Einmal hat sie die Notrufnummer 927 Mal an einem einzigen Tag gewählt, das war am 30. Juli», berichtete der Sprecher. «Sie hat nicht einmal eine Geschichte erfunden, damit die Polizei kommt, sondern einfach irgendetwas gesagt - alles, was ihr durch den Kopf ging.»

Polizei hat Mitleid mit der Frau

Mit ihrem Verhalten erregte die Frau bei dem Polizeisprecher aber auch Mitleid: «Ich frage mich einfach, ob sie sich einsam gefühlt hat.» An einer psychischen Krankheit leide die 44-Jährige aber offenbar nicht.

Ihr wird nun Behinderung der Polizeiarbeit zur Last gelegt. Auf dieses Vergehen stehen in Japan bis zu drei Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe von bis zu 500'000 Yen (rund 4400 Franken).

Zürcher IV-Rentner löste mehrfach Fehlalarm aus

Die falschen Notrufe der Japanerin erinnern an den Anfang Dezember publik gewordenen Fall eines IV-Rentners (48), der seit 2007 nicht weniger als 82 Mal einen Fehlalarm bei Schutz und Rettung ausgelöst hatte.

Der alkoholabhängige Stadtzürcher wurde angeklagt und zu einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 90 Franken verurteilt. (kko/sda)

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