Aktualisiert 30.05.2006 05:34

Japanisches Kabinett stimmt US- Truppenabzug zu

Das japanische Kabinett hat einem Plan zur Neuordnung der US-Truppen im Land zugestimmt. Danach sollen etwa 8.000 amerikanische Marineinfanteristen von der südjapanischen Insel Okinawa nach Guam verlegt werden.

Japan wird etwa 60 Prozent der Kosten für den Transfer übernehmen, die auf fast 10,3 Milliarden Dollar (8,1 Milliarden Euro) geschätzt werden. Darauf hatten sich beide Länder bereits im April geeinigt. Kritiker in Japan forderten, es müssten weitere US-Soldaten abgezogen und mehr Stützpunkte unter japanische Kontrolle gestellt werden.

Mit der Truppenverlegung kommt Washington einem Wunsch Tokios nach. Die Bewohner Okinawas haben wiederholt ihren Unmut über die Anwesenheit der US-Soldaten zum Ausdruck gebracht. Sie beklagen sich unter anderem über die mit dem Stützpunkt verbundene Lärmbelästigung. Die USA haben 14.460 Marineinfanteristen in Japan stationiert, fast alle davon auf Okinawa. (dapd)

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