Aktualisiert 10.03.2011 07:25

Giffords-Attentäter

Jared L. plädiert auf «nicht schuldig»

Jared L. steht wegen des Attentats auf die US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords vor Gericht. Er streitet die Tat ab.

Der Mann, der in Tucson auf die US- Abgeordnete Gabrielle Giffords geschossen und sie schwer verletzt haben soll, plädiert auf nicht schuldig. Äusserlich ruhig verfolgte der 22-Jährige am Mittwoch vor Gericht in Tucson (Arizona) die Verlesung der Anklage. Jared Loughner werden unter anderem sechsfacher Mord und dreifacher versuchter Mord vorgeworfen. Insgesamt ist er in 49 Punkten angeklagt. Ihm droht die Todesstrafe.

Die Frage zu seiner Schuld liess Loughner nicht durch seine Anwälte beantworten, sondern er wies selbst jede Verantwortung von sich. Bereits Ende Januar hatte er vor einem Bundesrichter auf «nicht schuldig» plädiert.

Psychiatrische Abklärung

Das Gerichtsverfahren gegen Loughner könnte sich hinziehen. Ein Bundesrichter in Tucson ordnete am Mittwoch an, zunächst die Prozessfähigkeit des mental offensichtlich schwer gestörten Angeklagten zu überprüfen. Eine Anhörung am 25. Mai solle klären, ob Loughner geistig zu einem Prozess fähig ist. Der weitere Ablauf des Verfahrens sei bis dahin unklar.

Das Attentat ereignete sich am 8. Januar. Loughner war noch am Tatort, einem Einkaufszentrum in Tucson, gefasst worden. Dort soll er während eines Bürgertreffs auf die Demokratin Gabrielle Giffords geschossen haben. Wie durch ein Wunder überlebte die Abgeordnete einen Kopfschuss.

Sechs Menschen starben im Kugelhagel und über zehn weitere - nebst Giffords - wurden verletzt. Die Politikerin befindet sich derzeit in einer Rehabilitationsklinik und macht langsam gesundheitliche Fortschritte. (sda/dapd)

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