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RücktrittJasmin Hutter lebt das SVP-Rollenbild

«Die Frauen entscheiden sich bei uns zwischen Familie und Politik», sagte die werdende Mutter Jasmin Hutter und kündigt deshalb ihren Rücktritt als SVP-Nationalrätin auf Dezember an.

Mit 31 Jahren tritt die St. Galler SVP-Nationalrätin und SVP-Vizepräsidentin Jasmin Hutter von ihren Ämtern zurück, weil sie im Dezember Mutter wird. Damit lebe sie das von ihr propagierte Rollenbild vor, wie sie gegenüber dem «St. Galler Tagblatt» sagte. Als Nationalrätin trete sie im Dezember zurück, SVP-Vizepräsidentin bleibe sie noch bis zu den Gesamterneuerungswahlen des SVP-Präsidiums im Frühjahr 2010, präzisierte Jasmin Hutter am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Bereits im Juli hatte Hutter ihren Rücktritt als SVP-Vizepräsidentin angekündigt.

«Für mich war immer klar: Wenn das Kind einmal da ist, werde ich kürzertreten, und zwar bei allen politischen Ämtern», sagte Jasmin Hutter. Sie habe ihren Rücktritt als Nationalrätin nur deshalb nicht früher kommuniziert, weil in den ersten Monaten der Schwangerschaft immer etwas passieren könne.

Ihr Rücktritt sei die konsequente Verwirklichung des SVP-Rollenbildes. «Die Frauen entscheiden sich bei uns zwischen Familie und Politik», sagte die werdende Mutter. Dennoch ist die SVP für Hutter eine «Frauenförderpartei»: «Ich konnte als junge Politikerin immer vorne hinstehen, auch wenn ich einen 'Seich' sagte.»

(sda)

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