Jauch sieht rot: «Bunte» verklagt

Aktualisiert

Jauch sieht rot: «Bunte» verklagt

Wegen des Abdrucks eines heimlich aufgenommen Fotos von seiner Hochzeit verklagt TV-Moderator Günther Jauch die Zeitschrift «Bunte».

Jauchs Anwalt Christian Schertz bestätigte am Mittwoch eine vorab verbreitete Meldung der Wochenzeitung «Die Zeit», dass Jauch nicht nur auf Schmerzensgeld wegen Verletzung seines Persönlichkeitsrechts klage, sondern auch auf Erstattung des Marktwertes des Fotos. Über die Höhe der geforderten Summe wollte sich Schertz nicht äussern, doch der Münchner Anwalt der «Bunten», Marcus Herrmann, sagte der «Zeit», es gehe «um eine Forderung von 300.000 Euro». Das ist laut «Zeit» das Zehnfache dessen, was in ähnlichen Fällen zugesprochen werde.

Der Burda-Verlag, in dem die «Bunte» erscheint, sprach von einer «alten Kamelle». Unternehmenssprecher Nikolaus von der Decken nannte es lediglich neu, dass Rechtsanwalt Schertz sich damit an die Öffentlichkeit begebe, «noch ohne dass sich ein Gericht dazu geäussert hat oder auch nur eine Klage vorliegt». Von der Decken: «Bereits in der jüngeren Vergangenheit hat Herr Schertz für Herrn Jauch vergeblich 100.000 Euro Bereicherungsersatz gefordert.» Anwalt Herrmann sagte der «Zeit», die von der «Bunten» abgedruckte Aufnahme «dokumentiert angesichts der Prominenz von Herrn Jauch ein zeitgeschichtliches Ereignis, so dass deren Veröffentlichung nicht einwilligungspflichtig ist». (sda)

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