Aktualisiert 11.06.2015 06:05

Fitness-Armbänder

Jawbone verklagt Fitbit – und will Verkaufsverbot

Gleich drei Patente soll Fitbit verletzt haben. Nun klagt Konkurrent Jawbone – kurz vor dem Börsengang des Branchenprimus.

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isa/dpa
Streit um Fitness-Armbänder: Torpediert Jawbone den Börsengang von Fitbit?

Streit um Fitness-Armbänder: Torpediert Jawbone den Börsengang von Fitbit?

Britta Pedersen/dpa

Mein Sportarmband, dein Sportarmband: Fitness-Spezialist Fitbit muss sich auf dem Weg an die Börse der Patentklage eines Konkurrenten stellen. Die Firma hinter den Fitness-Armbändern der Marke Jawbone wirft Fitbit die Verletzung von drei Patenten vor. Sie ließ sich unter anderem ein Verfahren für eine App schützen, die auf Informationen von einem Daten-Armband zugreift. Jawbone will ein Verkaufsverbot für Fitbit-Geräte und Schadensersatz.

Fitbit wies die Vorwürfe zurück. Die Firma habe eigene Technologien entwickelt und halte selbst mehr als 200 Patente, hieß es in einer Stellungnahme im «Wall Street Journal».

Fitbit soll gezielt Mitarbeiter abwerben

Es ist schon die zweite Klage des Jawbone-Besitzers AliphCom gegen Fitbit in zwei Wochen. In der ersten wurde Fitbit vorgeworfen, Mitarbeiter bei Jawbone abzuwerben, um an vertrauliche Informationen zu zukünftigen Produkten zu kommen.

Fitbit ist laut dem Marktforscher IDC der Spitzenreiter im Geschäft mit tragbaren Geräte wie Fitness-Armbänder oder Computeruhren mit einem Anteil von 34 Prozent. Jawbone lag in der IDC-Rangliste auf Platz fünf mit einem Marktanteil von 5,5 Prozent.

Fitbit ist profitabel und organisiert gerade einen Börsengang, der dem Unternehmen bis zu 358 Millionen Dollar einbringen soll.

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