Jay Leno: Witze schreiben statt machen
Aktualisiert

Jay Leno: Witze schreiben statt machen

Jay Leno, US-Talkmaster ist als Zeuge der Verteidigung im Jackson-Prozess vorgesehen. Darum gilt für ihn absolutes Witzverbot. Doch Leno weiss sich zu helfen.

So einfach lässt sich Jay Leno nicht die Show vermasseln. Der beliebteste Entertainer der USA ist als Zeuge der Verteidigung in dem Missbrauchs-Prozess gegen Michael Jackson geladen.

Damit unterliegt er einem Gesetz, das Zeugen verbietet, den Prozess öffentlich zu kommentieren. Doch jetzt hat der smarte Talkmaster eine Gesetzeslücke entdeckt, die es ihm erlaubt, den Jackson-Prozess weiterhin zum Hauptthema seiner Abendshow zu machen: Er engagierte einen Schauspieler, der an seiner Stelle witzelt, wie es heisst.

Leno schilderte die Geschichte am letzten Freitag in seiner Show so: Er wisse, dass er zur Zeit keine Michael-Jackson-Gags erzählen dürfe. Es könne ihm aber niemand verbieten, sie zu schreiben. Leno wurde vor zehn Jahren mit seinen spöttischen Sprüchen über Lance Ito, den Richter im Doppelmord-Prozess gegen J.O. Simpson, populär, wie der Onlinedienst netzeitung.de berichtet.

Jetzt soll er Michael Jackson aushelfen: Laut Verteidigung ist er früher einmal von dem krebskranken Jungen, der Jackson des Missbrauchs beschuldigt, um Geld für die Behandlung seiner Krankheit gebeten worden. Doch Leno sei misstrauisch geworden und habe die Polizei gerufen, wie es heisst.

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